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    Uran-Deal: Iran stellt Westen Ultimatum

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    Iran hat die Westmächte ultimativ aufgefordert, bis Ende Januar auf seine Bedingungen für eine Anreicherung iranischen Urans im Ausland einzugehen. Anderenfalls werde Iran den Kernbrennstoff für seinen Forschungsreaktor selbständig herstellen.

    MOSKAU, 03. Januar (RIA Novosti). Iran hat die Westmächte ultimativ aufgefordert, bis Ende Januar auf seine Bedingungen für eine Anreicherung iranischen Urans im Ausland einzugehen. Anderenfalls werde Iran den Kernbrennstoff für seinen Forschungsreaktor selbständig herstellen.

    Das berichtete die Agentur AP unter Berufung auf Irans Außenminister Manouchehr Mottaki. „Wir stellen ein Ultimatum", sagte Mottaki im Staatsfernsehen. Der Westen habe einen Monat Zeit.

    Iran benötigt für seinen Forschungsreaktor in Teheran Uran mit einem Anreicherungsgrad von 20 Prozent, kann es selber nur auf 3,5 Prozent anreichern. Der Westen hatte dem Mullah-Staat vorgeschlagen, sein Uran zur Anreicherung nach Frankreich und Russland zu schicken. Iran stimmt dem Tausch grundsätzlich zu, will aber zuerst Kernbrennstoff erhalten, bevor er sein Uran ins Ausland schickt.

    Die Islamische Republik steht im Verdacht, unter dem Deckmantel ihres Nuklearprogramms Atomwaffen entwickeln zu wollen. Der UN-Sicherheitsrat hat bereits fünf Resolutionen mit Sanktionen gegen das Land verabschiedet und von ihm den Verzicht auf die Urananreicherung gefordert. Teheran bestreitet die Anschuldigung mit der Begründung, sein Atomprogramm diene nur der Deckung des eigenen Strombedarfes.

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