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    China warnt USA vor Waffenlieferungen an Taiwan

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    China hat die USA vor Waffenlieferungen an China gewarnt und gefordert, den von Washington gefassten entsprechenden Beschluss außer Kraft zu setzen.

    PEKING, 30. Januar (RIA Novosti). China hat die USA vor Waffenlieferungen an China gewarnt und gefordert, den von Washington gefassten entsprechenden Beschluss außer Kraft zu setzen.

    "China will vermeiden, dass die Spannungen in einem Resultat gipfeln, das sich niemand wünschen würde", sagte Chinas Vizeaußenminister He Yafei bei einem Treffen mit dem US-Botschafter in Peking, Jon Huntsman. Am vergangenen Freitag hatte die US-Administration den Kongress von der Absicht in Kenntnis gesetzt, Taiwan moderne Waffen im Gesamtwert von 6,4 Milliarden Dollar zu liefern.

    "Ungeachtet zahlreicher Proteste Chinas hat die amerikanische Seite die fehlerhafte Entscheidung über Waffenlieferungen an Taiwan getroffen ... Wir bringen unsere Empörung zum Ausdruck", sagte He nach Angaben des Außenamtes in Peking. Derartige Handlungen trübten die bilateralen Beziehungen und wirkten sich negativ auf mehrere wichtige Sphären der chinesisch-amerikanischen Kooperation aus, hieß es.

    Die prinzipielle Entscheidung über die Lieferung von Waffen an Taiwan war bereits im Oktober 2008 vom damaligen Präsidenten George W. Bush getroffen worden. Daraufhin brach Peking den Dialog mit Washington zu militärischen Problemen ab, der erst im Februar 2009 wiederaufgenommen wurde.

    Taiwan ist seit 1949 de facto ein Territorium mit Selbstverwaltung. Damals waren Mitglieder der beim Bürgerkrieg besiegten Partei Guomindang auf die Insel geflüchtet. Peking betrachtet Taiwan als einen integrierten Teil des chinesischen Territoriums. Auf dieser Position stehen auch alle Länder, die die diplomatischen Beziehungen mit China unterhalten.

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