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    Großrazzia gegen radikale Islamisten in Bosnien und Herzegowina

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    Großeinsatz gegen radikale Islamisten in Bosnien-Herzegowina: Rund 600 Polizisten haben am Dienstag das Dorf Gornja Maoca nahe Brcko im Nordosten des Landes abgeriegelt.

    SARAJEVO, 02. Februar (RIA Novosti). Großeinsatz gegen radikale Islamisten in Bosnien-Herzegowina: Rund 600 Polizisten haben am Dienstag das Dorf Gornja Maoca nahe Brcko im Nordosten des Landes abgeriegelt. In der Ortschaft lebt die größte Wahhabiten-Gemeinde des Landes.

    Das Ziel der Operation "Licht" sei es, Personen auszumachen, welche der „Gefährdung der territorialen Einheit Bosnien-Herzegowinas, des Angriffes auf die Verfassungsordnung und des Schürens von ethnischem und religiösem Hass" verdächtigt würden, teilte die bosnische Staatsanwaltschaft mit.

    Es handle sich um die größte Polizeiaktion seit dem Bosnienkrieg (1992-1995), hieß es. Bei Durchsuchungen seien bereits große Waffenmengen sichergestellt worden.

    Die Wahhabiten-Gemeinde hatte in Gornja Maoca die bosnischen Gesetze durch das Scharia-Recht ersetzt und die Siedlung für Polizisten und Journalisten gesperrt. Laut bosnischen Medien ist das Dorf wegen fehlender Straßen für Fremde schwer erreichbar. Alle Wegweiser seien auf Arabisch, auf den meisten Häusern hängen islamische Flaggen. In den Schulen wird nach dem jordanischen Programm unterrichtet.

    Nach dem Bosnienkrieg hatten viele Söldner aus islamischen Staaten, die auf der Seite der bosnischen Armee kämpften, in dieser Ortschaft Zuflucht gefunden und die bosnische Staatsbürgerschaft erhalten.

     

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