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    Armenische Diaspora in USA: Genozid-Resolution ist Triumph der Gerechtigkeit

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    Die größten Organisationen der armenischen Diaspora in den USA haben die Resolution des auswärtigen Ausschusses des US-Kongresses begrüßt, mit der der Völkermord an Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkrieges anerkannt wird.

    JEREWAN, 05. März (RIA Novosti). Die größten Organisationen der armenischen Diaspora in den USA haben die Resolution des auswärtigen Ausschusses des US-Kongresses begrüßt, mit der der Völkermord an Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkrieges anerkannt wird.

    In einer am Freitag an RIA Novosti übermittelten Erklärung der Armenischen Versammlung Amerikas (AAA) wird darauf verwiesen, dass die Resolution trotz eines Widerstands der Lobby der türkischen Regierung gebilligt wurde, die von Rüstungsunternehmen unterstützt wird.

    Die Pressesekretärin des Armenischen Nationalen Komitees Amerikas (ANCA), Elizabeth Chouldjian, sieht in der Annahme des Dokuments einen Triumph der Gerechtigkeit.

    "Im letzten Moment hatte Obamas Administration den Chef des Ausschusses, Howard Berman, aufgerufen, die Abstimmung über die Resolution zu stoppen, Berman wies aber diesen Aufruf zurück und ließ über die Resolution abstimmen. Die Atmosphäre war angespannt, die Gerechtigkeit hat aber triumphiert."

    In der gebilligten Fassung soll nun die Resolution dem gesamten Repräsentantenhaus zur Abstimmung vorgelegt werden. Ein Termin für die Abstimmung steht noch nicht fest.

    Der Fakt des Völkermords ist bereits von mehreren Staaten anerkannt worden, unter anderem von Russland, Frankreich, Italien, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Polen, Litauen, der Slowakei, Schweden, der Schweiz, Griechenland, Zypern, dem Libanon, Kanada, Venezuela und Argentinien sowie von 42 US-Bundesstaaten.

    Außerdem wurde der Völkermord vom Vatikan, von dem Europaparlament und dem Weltkirchenrat anerkannt.

    Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts hatte das Osmanische Reich die Armenier systematisch verfolgt. Allein 1915 wurden mehr als 1,5 Millionen Armenier getötet.

    Die Türkei reagiert stets äußerst schmerzhaft auf die Kritik des Westens zu diesem Problem und weist die Genozid-Anschuldigungen traditionsgemäß zurück.

    Die türkische Regierung verurteilte die Resolution umgehend. Der Türkei werde eines Verbrechens beschuldigt, das sie nicht begangen habe, schreibt die englischsprachige türkische Zeitung "Daily News" in ihrer Onlineausgabe. Der türkische Botschafter in Washington, Namik Tan, müsse zu Konsultationen nach Ankara.

    Das türkische Außenministerium hatte zuvor gewarnt, diese Resolution werde die Beziehungen zwischen Washington und Ankara schwer belasten. Auch US-Außenministerin Hillary Clinton sprach sich gegen die Abstimmung im Kongress aus.

    Am 30. Januar 2007 hatte der auswärtige Ausschuss des Repräsentantenhauses bereits eine ähnliche Resolution mit 27 Stimmen bei 21 Gegenstimmen angenommen. Die damalige Administration von Präsident George W. Bush verhinderte allerdings eine Abstimmung über die Resolution im Repräsentantenhaus und im Senat.

     

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