14:30 23 Juni 2018
SNA Radio
    Politik

    NATO-Ukraine: Unter Präsidenten Janukowitsch kein Beitritt absehbar

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 10

    Unter dem neuen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch wird der NATO-Beitritt der Ukraine auf die lange Bank geschoben. Das wird die NATO-Erweiterung aber nicht endgültig einstellen.

    NEW YORK, 05. März (RIA Novosti). Unter dem neuen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch wird der NATO-Beitritt der Ukraine auf die lange Bank geschoben. Das wird die NATO-Erweiterung aber nicht endgültig einstellen.

    Das sagte Ian Bremmer, US-amerikanischer Russland- und GUS-Experte, Präsident des Forschungszentrums Eurasia Group, im Gespräch mit RIA Novosti.

    Janukowitsch gab am Donnerstag im Vorfeld seines Moskau-Besuchs bekannt, dass Kiew seine Partnerschaft mit der Allianz nicht intensiver entwickeln wird, als es Russland tut. Der vorige ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko sah den NATO-Beitritt dagegen als eines der Hauptziele seiner Außenpolitik. Russland hält die NATO-Erweiterung für eine Gefahr für seine Sicherheit, so der Experte.

    "Ich denke, dass die Wahl Janukowitsch zum Präsidenten die Verhandlungen über den ukrainischen NATO-Beitritt in absehbarer Zukunft beenden wird", sagte Bremmer. Janukowitsch sei dabei keinesfalls eine Marionette des Kremls. Er könne sich das auch nicht leisten, wenn er das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen will, so Bremmer.

    "Ich würde nicht sagen, dass die jüngsten Ereignisse die NATO-Erweiterung endgültig einstellen werden. Es wird aber viel weniger darüber gesprochen. Es wird auch weniger Differenzen dazu geben", sagte der Experte.

    Im Großen und Ganzen trage der aktuelle Stand zu einer politischen Entspannung im postsowjetischen Raum bei, wo vor kurzem um Einflußbereiche hart gekämpft wurde.

    Washington ist Bremmer zufolge gegenwärtig nicht so aktiv in dieser Region, da es Beziehungen mit Moskau neu zu starten versucht und sich Moskaus Unterstützung für die Sanktionen gegen den Iran sichern will. Russland ist es jetzt auch mit dem gezähmten georgischen Präsidenten Saakaschwili und dem neuen ukrainischen Präsidenten etwas wohler.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren