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    Medwedews Initiativen stoßen auf Skepsis - "Wedomosti"

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    Skeptisch bewerten Russlands Bürger die Perspektiven der von Präsident Dmitri Medwedew initiierten Reform des Innenministeriums und des von ihm erklärten Kurses auf eine Modernisierung des Landes.

    MOSKAU, 05. März (RIA Novosti). Skeptisch bewerten Russlands Bürger die Perspektiven der von Präsident Dmitri Medwedew initiierten Reform des Innenministeriums und des von ihm erklärten Kurses auf eine Modernisierung des Landes.

    Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Lewada-Zentrum, deren Ergebnisse die Tageszeitung "Wedomosti" am Freitag bringt.

    66 Prozent der Befragten meinen, dass die Reform des Innenressorts keine nennenswerten Resultate bringen wird. Elf Prozent bewerteten Medwedews Initiativen als ein "Echo des Machtkampfes". 28 Prozent sehen in der Reform eine "Imitation".

    27 Prozent stellen zwar "Anzeichen einer gewissen Gesundung" fest, sind aber der Auffassung, dass die Reform die Grundlagen der Arbeit des Innenministeriums nicht tangiert. Nur 26 Prozent sind der Ansicht, dass der Präsident in der Tat eine radikale Reform des Innenministeriums in Angriff genommen hat.

    Laut der Umfrage vertrauen nur 30 Prozent der Befragten der Polizei. 67 Prozent haben Angst vor dieser.

    Auch Medwedews Modernisierungsidee ruft bei den meisten in Russland vorwiegend Skepsis hervor. 16 Prozent sehen dahin ein neues Mittel zur Ausplünderung der Staatskasse, für 17 Prozent ist das "bloß ein Geschwätz".

    Alexej Graschdankin, Vizegeneraldirektor des Meinungsforschungsinstituts, sieht eine der Ursachen dafür darin, dass Medwedew nicht als ein selbständiger Politiker aufgefasst wird (im Dezember 2009 äußerten 30 Prozent der Befragten, dass die Macht in den Händen von Premier Wladimir Putin liegt, nur 12 Prozent betrachten Medwedew als den eigentlichen Herrscher). Das bedeute, dass auch seine Worte kein Vertrauen verdienen, so der Experte.

    Außerdem seien die Begriffe wie "Reform", "Modernisierung" und "Demokratie" für sehr viele in Russland diskreditiert, so Jewgeni Gontmacher, Vorstandsmitglied des Moskauer Instituts für moderne Entwicklung.

    Dennoch registrieren die Soziologen zehn bis 15 Prozent positiv eingestellter Bürger, fügte der Experte hinzu. Dies sei ausreichend, weil diese Menschen aktiv und bereit seien, sich für eine Verbreitung dieser Ideen einzusetzen.

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