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    Syrien lehnt zunächst Israels Angebot zum schrittweisen Abzug aus Golan ab

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    Syrien hat das Angebot des Büros des israelischen Premiers Benyamin Netanyahu zur unverzüglichen Wiederaufnahme der israelisch-syrischen Verhandlungen über die etappenweise Räumung der syrischen Golanhöhen abgelehnt.

    ABU DHABI, 05. März (RIA Novosti). Syrien hat das Angebot des Büros des israelischen Premiers Benyamin Netanyahu zur unverzüglichen Wiederaufnahme der israelisch-syrischen Verhandlungen über die etappenweise Räumung der syrischen Golanhöhen abgelehnt.

    Die Zeitung „Al-Shark al-Awsat“ zitiert am Freitag die vom syrischen Außenminister Walid Muallem in Kairo abgegebene Erklärung, in der die Mitteilungen zur Bereitschaft Syriens, dem schrittweisen Abzug der israelischen Truppen aus diesem Gebiet zuzustimmen, als „falsch“ dementiert werden.

    „Für uns ist die Rückgabe eines jeden Zollbreites der Golanhöhen nach dem Stand vom 4. Juni 1967 wichtig, denn die Territorialfrage ist eine Ehrensache“, sagte der Minister.

    Netanyahus Büro in Tel Aviv hatte zwei Tage zuvor derselben Zeitung mitgeteilt, der israelische Premier sei bereit, unverzüglich nach Damaskus zu reisen, um mit dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad Fragen der Friedensverhandlungen zu besprechen, ihn nach Jerusalem einzuladen oder sich mit ihm in seinem Land zu treffen.

    Wie Muallem dazu äußerte, „kann niemand den Wagen vor das Pferd spannen. Zuerst sollte er (Netanyahu) mit dem Status von Jerusalem und mit der Lage der Palästinenser klar kommen, die Politik des Brückenschlagens wiederaufnehmen und eine Atmosphäre schaffen, die der Wiederaufnahme und der Förderung der Verhandlungen gerecht wird, sowie an den von den arabischen Ländern und von der Weltgemeinschaft angenommenen Prinzipien der Friedensstiftung festhalten“.

    Das Hauptziel von Damaskus sei, die Grenze vom 4. Juni 1967 wieder herzustellen. „Wenn Netanyahu bereit ist, sich an diese Linie zurückzuziehen, könnten Details nachher erörtert werden“, so Muallem.

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