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    Rasmussen: Russland setzt Mistral-Schiffe nicht gegen Nato-Staaten ein

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    Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat keine Angst, dass Russland die Hubschrauberträger Mistral, die es bei Frankreich kaufen will, gegen Mitgliedstaaten des Bündnisses einsetzen wird.

    MOSKAU, 05. März (RIA Novosti). Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat keine Angst, dass Russland die Hubschrauberträger Mistral, die es bei Frankreich kaufen will, gegen Mitgliedstaaten des Bündnisses einsetzen wird.

    "Ich halte es für selbstverständlich, dass Russland diese Kriegstechnik nicht gegen einen Verbündeten (der Nato) einsetzen wird", sagte Rasmussen am Freitag in Prag nach Angaben der Agentur Reuters. Dabei betonte er, dass die Nato jeden ihrer Verbündeten schützen könne.

    Die Nato habe mit dem geplanten Deal, über den der französische Präsident Nicolas Sarkozy im Voraus informiert habe, nichts zu tun, sagte Rasmussen. Er brachte zugleich Verständnis für Bedenken einiger Nato-Staaten gegen den Deal.

    Zuvor hatten Estland, Lettland und Litauen, einst Sowjetrepubliken und heute Nato-Mitgliedstaaten, sowie Georgien Besorgnis über den geplanten Verkauf der französischen Kampfschiffe an Russland geäußert.

    Ein 200 Meter langes und 32 Meter breites Schiff der Mistral-Klasse kann bei einer Wasserverdrängung von 21.000 Tonnen Geschwindigkeiten von bis zu 19 Knoten erreichen und ist in der Lage, sechs Hubschrauber, vier Landungsfahrzeuge und 450 Soldaten mitzuführen.

    Das russische Militär hatte bereits im August 2009 Interesse am französischen Hubschrauberträger angekündigt. Laut Generalstabschef Nikolai Makarow ist Russland nicht so sehr am Schiff selbst wie an dessen Bautechnologie interessiert.

    Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy sagte am Montag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem russischen Amtskollegen Dmitri Medwedew in Paris, dass das erste Mistral-Schiff für Russland in der französischen Werft Saint-Nazaire gebaut werde.

    Zwei der insgesamt vier bestellten Hubschrauberträger könnten ihm zufolge in Russland gebaut werden.

     

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