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    Rom: Waffenschmuggel-Vorwurf gegen Iraner ohne politischen Hintergrund

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    Das Außenministerium in Rom weist Anschuldigungen aus Teheran zurück, dass zwei iranische Staatsbürger in Italien aus einem politischen Grund festgenommen worden seien.

    ROM, 05. März (RIA Novosti). Das Außenministerium in Rom weist Anschuldigungen aus Teheran zurück, dass zwei iranische Staatsbürger in Italien aus einem politischen Grund festgenommen worden seien.

    „Italien hält sich an Prinzipien eines Rechtsstaates, laut denen die Rechtsprechung unabhängig von der Exekutive ist", sagte Außenminister Franco Frattini am Freitag. „Die Festnahmen erfolgten im Rahmen einer Ermittlung zu den rechtswidrigen Waffenlieferungen. Das Recht der Verdächtigen auf einen rechtlichen Schutz wird in allen Verfahrensetappen gewährleistet.“

    Die italienischen Finanzfahnder hatten am Mittwoch sieben Personen wegen Verdachts auf illegale Waffengeschäfte mit dem Iran festgenommen. Ihnen wird zur Last gelegt, unter Umgehung der internationalen Sanktionen Waffen in den Iran exportiert zu haben.

    Neben fünf Italienern wurden zwei iranische Staatsbürger verhaftet, die vermutlich im Sold der iranischen Geheimdienste stehen. Im Rahmen der Razzia seien in Rumänien und im Londoner Flughafen Heathrow 300 Zielfernrohre für Gewehre auf dem Weg nach Iran abgefangen worden. Zudem habe ein Schmuggeltransport von Leuchtspurmunition und Sprengstoff in den in den Iran verhindert werden können.

    Daraufhin zitierte das Außenministerium in Teheran den italienischen Botschafter Alberto Bradanini und forderte von ihm Erläuterungen. Der iranische Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast bezeichnete die Waffenschmuggel-Vorwürfe als „politisches Manöver“. Nach Angaben iranischer Medien forderte Teheran die Auslieferung der beiden Festgenommenen.

     

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