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    Estland stolz auf Finnen, die gegen Sowjetunion gekämpft haben - Präsident Ilves

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    Estland ist stolz auf Finnland und die Finnen, die 1939-1940 die Unabhängigkeit ihres Landes verteidigt haben.

    TALLINN, 13. März (RIA Novosti). Estland ist stolz auf Finnland und die Finnen, die 1939-1940 die Unabhängigkeit ihres Landes verteidigt haben.

    Das sagte der estnische Präsident Toomas Hendrik Ilves am Samstag in der Hauptstadt Tallinn während eines Gottesdienstes anlässlich des 70. Jahrestages der Beendigung des als Winterkrieg bekannten sowjetisch-finnischen Krieges. Estland sei stolz auf die Finnen, die ihre Heimat, Freiheit und Demokratie verteidigt hätten. "Eine derartige Entschlossenheit kann als Beispiel für alle gelten, die irgendwann vor die Wahl gestellt werden, sich zu ergeben oder um ihren Staat zu kämpfen", sagte Ilves.

    Im Herbst 1939 hatte die Sowjetunion Finnland mit Gebietsforderungen in der Karelischen Landenge konfrontiert und diese mit unabdingbaren Sicherheitsinteressen für die Stadt Leningrad (jetzt St. Petersburg) begründet. Im Gegenzug bot Moskau der finnischen Seite doppelt so große Gebiete im Norden Kareliens an. Nachdem Finnland die Forderungen abgelehnt hatte, griff die Rote Armee am 30. November 1939 das Nachbarland an.

    Am 13. März 1940 beendeten die Parteien den Krieg mit dem Friedensvertrag von Moskau. Finnland konnte seine Unabhängigkeit wahren, musste aber erhebliche territoriale Zugeständnisse machen, insbesondere große Teile Kareliens abtreten, darunter die Karelische Landenge mit den Städten Viipuri (heute Wyborg) und Sortawala, sowie einen Teil von Lappland und einige Halbinseln und Inseln im Finnischen Meerbusen. Zudem wurde die Halbinsel Hanko für dreißig Jahre an die Sowjetunion als Flottenstützpunkt verpachtet. Mit den abgetretenen Gebieten verlor Finnland rund zehn Prozent seiner Agrarwirtschaft und Industrie.

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