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    Dialog Georgien-Russland bietet einzige Friedenschance - Ex-Parlamentschefin Burdschanadse

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    Konflikt zwischen Russland und Georgien (78)
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    Der Dialog mit Russland bietet (Georgien) die einzige Chance dafür, eine Wiederholung der Ereignisse vom August 2008 zu vermeiden.

    TIFLIS, 15. März (RIA Novosti). Der Dialog mit Russland bietet (Georgien) die einzige Chance dafür, eine Wiederholung der Ereignisse vom August 2008 zu vermeiden.

    Das erklärte die Führerin der oppositionellen Partei Demokratische Bewegung - Geeintes Georgien, Ex-Parlamentspräsidentin Nino Burdschanadse, am Montag in Tiflis. "Da die Behörden nicht gewillt sind, mit Russland zu verhandeln, müssen wir, jeder Bürger Georgiens, von Politikern ganz zu schweigen, alle Mechanismen nutzen, um (Präsident Michail) Saakaschwilis Provokationen wie im August 2008 zu verhindern. Eine Wiederholung dieser Ereignisse ist möglich, weil gerade Saakaschwili nicht adäquat und verantwortungslos handelt", sagte Burdschanadse zu den Ergebnissen ihrer jüngsten Besuche in Moskau und Brüssel.

    Die Politikerin war am 4. März zu Gesprächen mit russischen Amtsträgern, darunter Regierungschef Wladimir Putin, in Moskau eingetroffen. Zuvor hatte der georgische Oppositionelle Surab Nogaideli in der russischen Hauptstadt geweilt. Diese Visiten stießen auf heftige Kritik der Behörden in Tiflis und eines Teils der georgischen Opposition, die Burdschanadse und Nogaideli unter anderem "Hochverrat" zur Last legen.

    Als Beispiel für die verantwortungslose Politik des Präsidenten führte Burdschanadse die jüngste Ausstrahlung eines fingierten TV-Berichts über eine "russische Invasion Georgiens und die Ermordung Saakaschwilis" an. Der Sender Imedi, der regelrechte Panik in ganz Georgien ausgelöst hatte, wird jetzt von Bürgern und der Opposition heftig kritisiert. Appelle werden laut, Saakaschwili zur Verantwortung zu ziehen. Dieser erklärte aber, er habe mit der Vorbereitung der Sendung nichts zu tun gehabt.

    "Die Behörden in Georgien sind nicht mehr in der Lage, eine erfolgreiche Außenpolitik zu betreiben", fuhr Burdschanadse fort. Georgien befinde sich heute im Grunde genommen in internationaler Isolation. Russland habe bereits deklariert, dass es keine Kontakte mit Saakaschwili haben will. Auch die übrige Weltgemeinschaft weigere sich faktisch, mit Saakaschwili zu sprechen. "Die wichtigsten Probleme Georgiens können nur mit friedlichen Mitteln gelöst werden. Der politische Dialog über die Integrität unseres Landes ist mit allen wichtig, allen voran aber mit Russland."

    Sie wolle in nächster Zeit die USA und einige Länder Europas besuchen, sagte Burdschanadse weiter. "Europa ist an einer Kooperation mit Georgien interessiert. Aber eine Annäherung an europäische Strukturen und die Kooperation wird es nicht geben, wenn die (georgischen) Behörden die übernommenen Verpflichtungen nicht erfüllen. Es geht um die Durchsetzung demokratischer Werte, die Verbesserung der Beziehungen zu Russland, die Einstellung militanter Rhetorik und die Erlangung der Stabilität im Land", betonte Burdschanadse.

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