04:42 24 November 2017
SNA Radio
    Politik

    OVKS-Friedenskräfte stellen sich in Dienst der UNO

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 3 0 0

    Die Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) kann auf UNO-Bitte ihre Friedenskräfte für Operationen außerhalb des OVKS-Zuständigkeitsbereichs zur Verfügung stellen.

    MOSKAU, 18. März (RIA Novosti). Die Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) kann auf UNO-Bitte ihre Friedenskräfte für Operationen außerhalb des OVKS-Zuständigkeitsbereichs zur Verfügung stellen. Das teilte OVKS-Generalsekretär Nikolai Bordjuscha in einem am Donnerstag in der Tageszeitung Wremja Nowostej veröffentlichten Interview mit.

    "Ich möchte zwar eventuelle Situationen nicht modellieren, im Prinzip kann aber die Rede von einer Verlegung der Kollektiven Friedenskräfte auf UNO-Bitte in Regionen außerhalb des Zuständigkeitsbereichs unseres Vertrags sein, beispielsweise nach Afrika", führte der Militär weiter aus. "Natürlich erfolgt das mit Zustimmung des Rates für Kollektive Sicherheit der OVKS - der sieben Präsidenten der Mitgliedsländer."

    Während des Moskau-Besuchs von UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon soll eine gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit zwischen den Sekretariaten der Weltorganisation und der OVKS unterzeichnet werden.

    Der OVKS gehören Armenien, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisien, Russland, Tadschikistan und Usbekistan an.

    Wie Bordjuscha weiter ausführte, ist die Resolution der UN-Vollversammlung über die Herstellung von Kontakten mit der OVKS nur ein erster Schritt zur Legitimierung ihrer Beziehungen. "Der nächste Schritt wird die Unterzeichnung einer entsprechenden gemeinsamen Erklärung über die Zusammenarbeit zwischen den Sekretariaten der beiden Organisationen sein. Ihr Text wurde von allen Außenministern der OVKS-Staaten gebilligt. Ich wurde beauftragt, den endgültigen Text mit dem UN-Sekretariat abzustimmen und die Erklärung zu unterzeichnen. Die NATO verfügt über eine analoge Vereinbarung. Die Europäische Allianz hatte sich seinerzeit mehr als zwei Jahre lang darum bemüht."

    Nach seinen Worten geht es in der Vereinbarung, die während des Moskau-Besuchs des UN-Generalsekretärs unterzeichnet wird, um politische Zusammenarbeit, gemeinsame Antikrisenregelung, Antiterrorkampf, Bekämpfung des Rauschgiftschmuggels, der illegalen Migration und der organisierten Kriminalität.

    Die Zusammenarbeit zwischen der UNO und der OVKS wird in der Form gemeinsamer Aktionen gestaltet. "Bei kritischen Situationen in bestimmten Regionen kann sich die UNO auf uns stützen", so Bordjuscha.