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    Netanyahu plant Zugeständnisse an Palästinenser - Israelische Presse

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    Palästina-Israel konflikt (139)
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    Israel ist bereit, ein Paket von "vertrauensbildenden Maßnahmen" umzusetzen, die eine Wiederaufnahme von bilateralen Friedensverhandlungen mit den Palästinensern erleichtern sollen.

    TEL AVIV, 19. März (RIA Novosti). Israel ist bereit, ein Paket von "vertrauensbildenden Maßnahmen" umzusetzen, die eine Wiederaufnahme von bilateralen Friedensverhandlungen mit den Palästinensern erleichtern sollen.

    Das teilte das Büro des israelischen Premiers Benjamin Netanyahu am Freitag mit.

    Der Inhalt der Initiative, die Netanyahu bei einem Telefongespräch mit US-Außenamtschefin Hillary Clinton dargelegt hat, wird vorerst nicht bekannt gegeben.

    Nach Angaben der Zeitung "Haaretz" kann es um die Freilassung einer Gruppe von Palästinensern aus israelischen Gefängnissen, um die Beseitigung von Kontrollposten und Straßensperren im Westjordanland und um die Übergabe zusätzlicher Gebiete des Westjordanlands unter Kontrolle der Palästinenser gehen.

    Nichts bekannt ist vorerst, ob Israel auch in der Siedlungspolitik zu Zugeständnissen bereit ist, die zum Haupthindernis auf dem Weg zu einer Wiederaufnahme des Friedensdialogs mit den Palästinensern und zum größten Störfaktor in den israelisch-amerikanischen Beziehungen geworden ist.

    Die palästinensischen Behörden, mit denen sich laut der israelischen Presse in diesem Punkt auch die US-Administration solidarisiert, fordern, den geplanten Bau von 1 600 Wohnungen für jüdische Familien im umstrittenen östlichen Teil Jerusalems einzustellen.

    Israelische Zeitungen zitieren am Freitag den Korrespondenten der amerikanischen Zeitung The Washington Post, der in seinem Blog behauptet, das Kabinett von Netanyahu werde die umstrittene Baupläne zwar stoppen, jedoch nicht streichen. Begründet werde dieser Schritt mit juristischen Schwierigkeiten, der innenpolitischen Kräftekonstellation und der öffentlichen Meinung. In Zukunft aber würden solche Projekte einfach nicht mehr an die große Glocke gehängt, so der Journalist.

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