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    Israel reagiert verärgert auf Kritik des Nahostquartetts

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    Palästina-Israel konflikt (139)
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    Die heutige Erklärung des Nahostquartetts lässt die Konfliktbeilegung in weite Ferne rücken. So kommentierte der israelische Außenminister Avigdor Lieberman das Treffen der vier Nahostvermittler in Moskau, die Israels Siedlungspläne kritisiert haben.

    TEL AVIV, 19. März (RIA Novosti). Die heutige Erklärung des Nahostquartetts lässt die Konfliktbeilegung in weite Ferne rücken. So kommentierte der israelische Außenminister Avigdor Lieberman das Treffen der vier Nahostvermittler in Moskau, die Israels Siedlungspläne kritisiert haben.

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow, US-Außenministerin Hillary Clinton, EU-Spitzendiplomatin Catherine Ashton und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatten von Israel einen Stopp aller Siedlungsaktivitäten in den besetzten Palästinensergebieten gefordert. Außerdem solle Israel alle seit März 2001 errichteten Siedlungen wieder abreißen.

    Mit seiner Erklärung lasse das Quartett eine dauerhafte Beilegung zwischen Israel und den Palästinensern in weite Ferne rücken und gebe der palästinensischen Seite die „Illusion, dass der Verzicht auf Verhandlungen unter einem erfundenen Vorwand sie näher an ihre Ziele heranbringt“, kritisierte Lieberman.

    Er warf den Vermittlern vor, „die Erfahrungen der letzten 16 Jahre und den Umstand zu ignorieren, dass der Frieden von unten aufgebaut werden und mit praktischen Schritten vor Ort beginnen muss.“

    Das Quartett hatte die Konfliktparteien zu indirekten Verhandlungen aufgerufen, die später in direkte Gespräche münden und innerhalb von zwei Jahren eine endgültige Einigung zwischen Israel und den Palästinensern ermöglichen sollen.

     

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