22:17 20 November 2017
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    Ukraine: Feministinnen rufen zu Sexboykott gegen neue Regierung auf

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    Mit seinen Worten, Frauen seien für die Regierungsarbeit ungeeignet, hat der neue ukrainische Ministerpräsident Nikolai Asarow scharfe Kritik aus dem Feministinnenlager auf sich gezogen.

    MOSKAU, 22. März (RIA Novosti). Mit seinen Worten, Frauen seien für die Regierungsarbeit ungeeignet, hat der neue ukrainische Ministerpräsident Nikolai Asarow scharfe Kritik aus dem Feministinnenlager auf sich gezogen.

    Die Bewegung FEMEN forderte die Ehefrauen und Freundinnen der Kabinettsmitglieder auf, ihre Geliebten mit einem Sexboykott zu bestrafen, berichtet Newsru.com unter Verweis auf ukrainische Medien.

    Am 19. März hatte Asarow, der rund eine Woche davor die Regierungschefin Julia Timoschenko abgelöst hatte, geäußert, dass die Reformen in der Ukraine keine Frauensache seien. Frauen seien nicht für die Arbeit in der Regierung geeignet, weil sie unfähig seien, ein klares Nein zu sagen. Auch Präsident Viktor Janukowitsch pflichtete bei: Der Platz der Frauen sei in der Küche und nicht in der Politik.

    Daraufhin riefen die Kämpferinnen um die gesellschaftliche Gleichstellung von Mann und Frau zu einem Sexboykott gegen Asarow und andere Regierungsmitglieder auf. In einem offenen Schreiben verweist die feministische Bewegung FEMEN darauf, dass Geringschätzung der Frauen und die Einschränkung deren gesellschaftlichen Rolle in der Ukraine bereits eine gefährliche Tendenz angenommen habe.

    In der "zivilisierten Welt" würden derartige Äußerungen einen Regierungsbeamten die politische Karriere kosten, hieß es. In der heutigen Ukraine seien solche "archaischen Stimmungen", die eher für "totalitäre Regimes der Vergangenheit typisch und für ein europäisches Land des 21. Jahrhunderts unzulässig" seien, indes weit verbreitet, kritisierte FEMEN.

     

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