20:44 18 November 2017
SNA Radio
    Politik

    Kongress der Eintracht in Bischkek - Oppositionelle festgenommen

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 1 0 0

    Rund 20 kirgisische Oppositionelle sind am Dienstag bei einer Protestaktion gegen den "Kongress der Eintracht" in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek, an dem Präsident Kurbanbek Bakijew teilnimmt, festgenommen worden.

    BISCHKEK, 23. März (RIA Novosti). Rund 20 kirgisische Oppositionelle sind am Dienstag bei einer Protestaktion gegen den "Kongress der Eintracht" in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek, an dem Präsident Kurbanbek Bakijew teilnimmt, festgenommen worden.

    Die Teilnehmer der Aktion, die sich vor dem Gebäude der Staatsphilharmonie im Stadtkern versammelt hatten, in dem der Kongress stattfindet, wollten den Teilnehmern ihre Forderungen übergeben, die sowohl eine Herabsetzung von Strom- und Heizungstarifen, als auch die Einstellung von Verfolgungen Andersdenkender betrafen.

    Auf ihren Plakaten forderten die Demonstranten außerdem den Abzug von US-Armeeangehörigen aus Kirgisien.

    In der kirgisischen Stadt Osch versammelten sich gleichzeitig laut unterschiedlichen Angaben 80 bis 200 Oppositionelle, die ebenfalls eine Herabsetzung der Kommunaltarife sowie die Freilassung des zu acht Jahren Freiheitsentzug verurteilten Ex-Verteidigungsministers Ismail Issakow forderten.

    Vor einem Monat war die Bevölkerung Kirgisiens aufgerufen worden, ihre Vertreter zum "Kongress der Eintracht" vorzuschlagen. Die Oppositionellen lehnten allerdings ihre Teilnahme am Kongress ab und hielten am 18. März ihren alternativen Kongress ab, der rund 2 000 Teilnehmer zählte.

    Wie am Montag mitgeteilt wurde, sollen beim heutigen Kongress in Bischkek Fragen erörtert werden, die die Arbeit der staatlichen und der örtlichen Machtorgane sowie aktuelle Fragen der Entwicklung des Landes betreffen. Die Veranstalter wollen jährlich solche Kongresse abhalten.

    Wie der Pressedienst des kirgisischen Präsidenten mitteilte, werden die Beschlüsse des Kongresses als Empfehlungen an die jeweiligen Instanzen der Macht weitergeleitet.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren