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    Rossijskaja Gazeta: Ukrainer mit Millionenscheck soll zu Juschtschenkos Stab gehören

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    Der in Deutschland mit einem Bankcheck über 125 Millionen Euro festgehaltene Ukrainer soll der Ex-Sekretariatschef des früheren ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko gewesen sein.

    MOSKAU, 24. März (RIA Novosti). Der in Deutschland mit einem Bankcheck über 125 Millionen Euro festgehaltene Ukrainer soll der Ex-Sekretariatschef des früheren ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko gewesen sein. Das berichtet die russische Tageszeitung Rossijskaja Gaseta am Mittwoch.

    Über den Vorfall hatte die Bild-Zeitung vor zwei Wochen berichtet, ohne dabei Namen genannt zu haben. Nach Angaben des Blattes war der Ukrainer auf dem Weg aus der Schweiz mit einem Schweizer Bankcheck über diese solide Summe unterwegs. Die Zöllner wollten die Echtheit des Checks überprüfen.

    Die Überprüfung bestätigte zwar, dass das Dokument echt ist, sein Inhaber musste aber eine Geldstrafe zahlen, weil Geldbeträge bzw. Wertpapiere in Höhe von mehr als 10 000 Euro bei deren Beförderung über das Territorium Deutschlands verzollt werden müssen.

    Wie nun der angesehene ukrainische Politiker Gennadi Moskal behauptet, soll es sich dabei um Viktor Baloga, ehemaliger Chef des ukrainischen Präsidentensekretariats, handeln. "Über die Informationen, die ich von Mitarbeitern der deutschen Polizei bekommen habe, handelt es sich bei diesem ukrainischen Bürger um Viktor Baloga, ehemaliger Chef des Sekretariats des ukrainischen Präsidenten, der Konten in Schweizer Banken hat und sich mehrmals auf dem Territorium der Schweiz aufgehalten hat", so Moskal in seinem Schreiben an den Chef des Sicherheitsdiensts der Ukraine (SBU).

    Unter Berufung auf eigene Quellen bei den ukrainischen Grenzschutzbehörden verweist er ferner darauf, dass Baloga zur angegebenen Zeit (1. März-Dekade) die ukrainische Grenze mit einem Diplomatenpass passiert hat.

    Während SBU vorerst jede Stellungnahme zu diesem Vorfall verweigert, gab der Pressedienst von Balogas Partei Jediny Zentr (Einheitszentrum) bekannt, dass das Schreiben an den SBU-Chef "eine öffentliche Verleumdung" darstellt.

    Ukrainische Medien äußern indes die Annahme, dass Moskal selbst die Festnahme von Baloga (falls es sich wirklich um ihn handelt) eingefädelt hat. Um den Inhaber eines diplomatischen Passes durchsuchen zu dürfen, sind nämlich gewichtige Gründe erforderlich.

    Moskal, Generalleutnant der Polizei, ehemaliger SBU-Chef und Ex-Vizeinnenminister, dürfte gute Kontakte zu ukrainischen und europäischen Kollegen haben, die ihm dabei geholfen haben könnten, so die ukrainische Presse.

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