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    Beitritt der Ukraine zum Dreier-Zollbündnis noch nicht diskussionsreif

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    Zollunion von Russland, Weißrussland und Kasachstan (143)
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    Ein Beitritt der Ukraine zur Zollunion von Russland, Weißrussland und Kasachstan steht laut dem russischen Ersten Vize-Außenminister Andrej Denissow noch nicht zur Diskussion.

    MOSKAU, 26. März (RIA Novosti). Ein Beitritt der Ukraine zur Zollunion von Russland, Weißrussland und Kasachstan steht laut dem russischen Ersten Vize-Außenminister Andrej Denissow noch nicht zur Diskussion.

    Wie Denissow am Freitag in Moskau sagte, gehe es hierbei nicht um eine politische Entscheidung schlechthin. Die Ukraine sei ein größerer selbständiger Staat, der einen etablierten Volkswirtschaftskomplex besitzt und bereits Mitglied der Welthandelsorganisation ist. Für die Ukraine würde der Beitritt zum Dreier-Zollbündnis einen Schritt bedeuten, der zwar vorteilhaft wäre, jedoch ein ernsthaftes Kalkül erfordere.

    Laut dem Ersten Vize-Außenminister ist das keine politische, sondern eine ausschließlich wirtschaftliche Frage.

    Der neu gewählte ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch hatte bereits vor seinem Amtsantritt am 25. Februar die Absicht bekundet, zur Verbesserung der Beziehungen zu Russland beizutragen, die von seinem Vorgänger Viktor Juschtschenko ernsthaft angeschlagen worden seien. Der russische Premier Wladimir Putin bot Janukowitsch während dessen Moskau-Besuchs am 5. März den Beitritt der Ukraine zur Zollunion an. Janukowitsch hat bisher keine klare Antwort auf das Angebot gegeben.

    Wie die Erste Stellvertreterin des ukrainischen Präsidentenstabes Irina Akimowa jedoch früher geäußert hatte, beabsichtige die Ukraine nicht, dieser Organisation beizutreten. Diese Position wurde vom Vize-Premier für Wirtschaft, Sergej Tigipko, bekräftigt.

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