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    Medwedew hält Iran-Sanktionen für keine optimale Lösung

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    Neue Sanktionen gegen Teheran sind zwar nicht auszuschließen, das ist aber keine optimale Lösung, bekräftigt Russlands Präsident Medwedew - er lobt außerdem die Irak-Wahl und kündigt weiteres Engagement für die Nahost-Regelung an.

    MOSKAU, 27. März (RIA Novosti). Neue Sanktionen gegen Teheran sind zwar nicht auszuschließen, das ist aber keine optimale Lösung, bekräftigt Russlands Präsident Medwedew - er lobt außerdem die Irak-Wahl und kündigt weiteres Engagement für die Nahost-Regelung an.

    „Nach unserer Überzeugung sind Sanktionen gegen Teheran keine optimale Lösung. Dieses Szenario darf aber auch nicht ausgeschlossen werden. Man muss dabei klar begreifen, dass die Sanktionen abgewogen sein müssen und sich nicht gegen die irakischen Bevölkerung richten dürfen“, betonte Dmitri Medwedew in seiner Grußadresse an das Gipfeltreffen der Arabischen Liga, das am Samstag in Libyen stattfindet. Die Beilegung des Atomstreits mit dem Iran müsse lediglich auf politisch-diplomatischem Weg erfolgen, hieß es.

    Der Kreml-Pressedienst zitierte weiter, Moskau wolle weiterhin zu gemeinsamen Bemühungen um die Lösung „regionaler Probleme des Nahen Ostens und Nordafrikas“ beitragen. Als UN-Vetomacht und Mitglied des Nahost-Quartetts werde sich Russland für einen Dialog zwischen Israel und den Palästinensern engagieren.

    Medwedew rechne damit, dass die jüngste Parlamentswahl im Irak hälfe, die iranische Gesellschaft zu konsolidieren sowie die Souveränität, die Einheit und die territoriale Integrität des Landes zu festigen. Wie die irakische Wahlbehörde am Freitag mitteilte, hat das oppositionelle Bündnis „Irakija“ des früheren Ministerpräsidenten Ijad Allawi laut vorläufigem Endergebnis die Wahl gewonnen und 91 der 325 Sitze bekommen. Das Wahlbündnis „Rechtsstaat“ des derzeitigen Regierungschefs Nuri al-Maliki kam auf 89 Parlamentsmandate.

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