20:36 18 November 2017
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    Weiter Verwirrspiel um ausländische Militärbasen in Kirgisien

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    Nachdem Washington die Einrichtung einer US-Militärbasis im Süden Kirgisiens dementiert hat, streitet nun auch das postsowjetische Bündnis OVKS seine Pläne für einen Stützpunkt in jener Gegend ab.

    DUSCHANBE, 27. März (RIA Novosti). Nachdem Washington die Einrichtung einer US-Militärbasis im Süden Kirgisiens dementiert hat, streitet nun auch das postsowjetische Bündnis OVKS seine Pläne für einen Stützpunkt in jener Gegend ab.

    „Wir setzen auf die Luftmobilität, deshalb brauchen wir keine zusätzliche Basis“, sagte Nikolai Bordjuscha, Generalsekretär der Organisation des Vertrags für kollektive Sicherheit (OVKS), am Samstag in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe. Der OVKS gehören Russland, Armenien, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan und Usbekistan an.

    Im Süden Kirgisiens soll zwar laut Bordjuscha ein „kleines“ Trainingszentrum für kirgisische Soldaten entstehen, das OVKS-Sekretariat habe aber mit diesem Beschluss nichts zu tun.

    Bordjuschas Erklärung schafft kaum Klarheit über die ausländische Militärpräsenz in Kirgisien. Im Sommer 2009 hatten sich Russlands und Kirgisiens Regierungen auf die Stationierung eines zusätzlichen russischen Bataillons im Land geeinigt. Später wurde präzisiert: Im südkirgisischen Gebiet Osch entstehe voraussichtlich ein Trainingszentrum für russische und OVKS-Einheiten. Diese Pläne stießen aber im Nachbarland Usbekistan auf scharfe Kritik, dessen Außenministerium erklärte, es befürchte eine Destabilisierung der Region.

    Dann mussten auch die Vereinigten Staaten Berichte über einen angeblich geplanten US-Militärstützpunkt im Süden Kirgisiens dementieren. Ein Sprecher der US-Botschaft in Bischkek sagte im März RIA Novosti, es gehe nur um ein Anti-Terror-Trainingszentrum für kirgisische Militärkräfte im Gebiet Batken, das ans Gebiet Osch grenzt.

    Derzeit sind US-Kräfte in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek präsent. Die dort 2001 eingerichtete US-Luftwaffenbasis funktioniert zurzeit als „Transitzentrale" für den Afghanistan-Nachschub. Auch Russland hat einen Stützpunkt in Kirgisien: Die Luftwaffenbasis Kant im Norden des Landes steht dem russischen Militär zur Verfügung.

    Fotostrecke: US-Luftwaffenbasis in Bischkek. Auflösung beschlossen

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