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    US-Regierung lehnt Anerkennung türkischen Genozids gegen Armenier ab

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    Die US-Administration lehnt die vom Repräsentantenhaus beschlossene Resolution über die Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern im Osmanischen Reich ab und ist gegen die Erörterung dieser Resolution im Kongress. Dessen versicherte US-Außenministerin Hillary Clinton am Montag ihren türkischen Amtskollegen Ahmet Davutoglu.

    ANKARA, 29. März (RIA Novosti). Die US-Administration lehnt die vom Repräsentantenhaus beschlossene Resolution über die Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern im Osmanischen Reich ab und ist gegen die Erörterung dieser Resolution im Kongress. Dessen versicherte US-Außenministerin Hillary Clinton am Montag ihren türkischen Amtskollegen Ahmet Davutoglu.

    Wie das türkische Außenministerium am Montag mitteilte, hat Clinton Davutoglu in einem Telefongespräch über die Haltung des Weißen Hauses in Bezug auf die „armenische Resolution“ informiert.

    Die Türkei weist traditionell die Beschuldigungen wegen der Ermordung von 1,5 Millionen Armeniern im Ersten Weltkrieg zurück und reagiert äußerst empfindlich auf die diesbezügliche Kritik aus dem Westen. Den Fakt des Genozids haben jedoch bisher mindestens 20 Staaten anerkannt.

    Als Antwort auf die Annahme der „armenischen Resolution“ Anfang März hatte die Türkei ihren Botschafter Namik Tan aus Washington für Konsultationen abberufen. Dem amtlichen Sprecher des türkischen Außenministeriums Burak Ozugergin zufolge ist die Rückkehr des Diplomaten in die USA zeitlich noch nicht festgelegt.

    Die Türkei hatte wiederholt darauf verwiesen, dass die Annahme der „armenischen Resolution“ den Bemühungen um die Normalisierung der türkisch-armenischen Beziehungen schaden würde. Die Außenminister der Türkei und Armeniens hatten im Oktober vorigen Jahres in der Schweiz Protokolle zur Aufnahme von diplomatischen Beziehungen und zur Entwicklung der bilateralen Verbindungen signiert.

    Zwischen der Türkei und Armenien bestehen noch immer keine diplomatischen Beziehungen. Die Grenze zwischen beiden Staaten war 1993 auf Initiative von Ankara geschlossen worden. Die nicht geregelten Beziehungen zwischen beiden Ländern sind unter anderem auf die Haltung der Türkei gegenüber der Situation um Berg-Karabach und auf die scharfe Reaktion der Türkei auf die internationale Anerkennung des Faktes des Genozids gegen die Armenier zurückzuführen.

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