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    Russland will Todesstrafe für Terroristen einführen

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    Das Rechtsausschuss des Föderationsrates (Oberhaus des russischen Parlaments) will in den nächsten Tagen eine Änderung zum russischen Strafgesetz erarbeiten, die für Organisation und Durchführung von Terroranschlägen mit vielen Toten die Todesstrafe vorsehen wird.

    MOSKAU, 30. März (RIA Novosti). Das Rechtsausschuss des Föderationsrates (Oberhaus des russischen Parlaments) will in den nächsten Tagen eine Änderung zum russischen Strafgesetz erarbeiten, die für Organisation und Durchführung von Terroranschlägen mit vielen Toten die Todesstrafe vorsehen wird.

    Das sagte RIA Novosti der Vorsitzende des Ausschusses, Anatolij Lyskow, am Dienstag.

    "Das ist unsere Reaktion auf die tragischen Ereignisse in Moskau", sagte er.

    Die Sprengstoffanschläge hatten sich am Montagmorgen in den U-Bahn-Stationen "Lubjanka" und "Park Kultury" ereignet. Die Zahl der Opfer ist bereits auf 39 gestiegen. 71 Verletzte befinden sich in Moskauer Kliniken. Am Dienstag ist in Moskau Trauer angeordnet.

    Lyskow zufolge sieht Russlands Strafgesetzbuch für einen Terroranschlag mit vielen Opfern eine langjährige Haftstrafe vor. In Russland gilt gegenwärtig ein Moratorium für die Todesstrafe.

    "Wenn aber solche schreckliche Taten passieren, müssen wir der Gesellschaft eine neue Variante der Strafe anbieten, damit die Terroristen wissen, was sie erwartet", so der Abgeordnete.

    Außerdem will der Ausschuss eine Änderung einbringen, die den Terroristen das Begnadigungsrecht aberkennen würde. Beide Änderungen sollen noch diese Woche der Regierung und dem Obersten Gericht zur Prüfung vorgelegt werden.

     

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