02:56 22 November 2017
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    Medwedew fordert weltweit härteres Vorgehen gegen Terroristen

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    Terror-Alarm in Russland (105)
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    Nach den jüngsten Sprengstoffanschlägen in Moskau und Dagestan müssen alle Staaten laut dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew härter gegen den Terrorismus vorgehen und mehr Präventivmaßnahmen treffen.

    MACHATSCHKALA, 01. April (RIA Novosti). Nach den jüngsten Sprengstoffanschlägen in Moskau und Dagestan müssen alle Staaten laut dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew härter gegen den Terrorismus vorgehen und mehr Präventivmaßnahmen treffen.

    „Die Liste der Kampfmaßnahmen muss erweitert werden“, sagte Medwedew am Donnerstag in einer Sicherheitsberatung im dagestanischen Machatschkala. Er rief die Behörden auf, enger mit den islamischen Geistlichen bei der Bekämpfung des Terrorismus zusammenzuarbeiten und deren Ansehen zu fördern. „Man muss sie allseitig unterstützen, damit sie die Wahrheit verbreiten.“

    Medwedew versicherte, dass alle Terroristenführer im Nordkaukasus gefunden und bestraft würden. Obwohl die berüchtigsten Warlords in der letzten Zeit eliminiert werden konnten, reiche das offenbar nicht aus: „Wir werden alle finden und bestrafen.“

    Im Nordkaukasus müsse die Terrorismusbekämpfung mehrere Komponenten umfassen, sagte Medwedew. Neben der Stärkung der Sicherheitsbehörden und Gerichte und den Schlägen gegen Terror-Gruppen müsste man reuige Mitglieder der Untergrundorganisationen, die sich von den Banditen trennen wollten, unterstützen sowie Wirtschaft, Bildung und Moral fördern.

    Großunternehmen sollten zur Verbesserung der Wirtschaftslage und der Lebensqualität im Nordkaukasus beitragen, sagte Medwedew. Er beauftragte seinen Sondergesandten im Nordkaukasus, Alexander Chloponin, Vorschläge zu neuen Wirtschaftsprogrammen und zur Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region zu unterbreiten.

    Armut und Arbeitslosigkeit gelten als Nährboden für den Extremismus in den islamisch geprägten russischen Kaukasus-Republiken.

    Medwedew war am Donnerstag unangekündigt in Dagestan eingetroffen, wo bei Bombenanschlägen am Tag davor zwölf Menschen getötet und 29 weitere verletzt worden waren. Zwei Tage davor waren bei zwei Selbstmordattentaten in der Moskauer Metro 39 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 90 hatten Verletzungen erlitten. Zu der Tat bekannte sich laut Medienberichten der tschetschenische Terroristenführer Doku Umarow. Präsident Dmitri Medwedew versprach, dass die Terroristen gefunden und „vernichtet“ würden.

     

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