02:45 23 November 2017
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    Ukrainische Regierung rechnet auf neue Gasvereinbarungen mit Russland

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    Kiew und Moskau werden einen für die beiden Seiten optimalen neuen Gaspreis aushandeln können.

    KIEW, 01. April (RIA Novosti). Kiew und Moskau werden einen für die beiden Seiten optimalen neuen Gaspreis aushandeln können.

    Diese Ansicht vertrat der ukrainische Vizeregierungschef Andrej Kljujew, Chefunterhändler bei den Gasgesprächen in Moskau, am Donnerstag nach einem Treffen mit Russlands Vizeregierungschef Igor Schuwalow, wie das ukrainische Kabinett auf seiner Internetseite mitteilte. Nach Schuwalows Worten wird das Problem der Gaspreise derzeit von Experten erörtert.

    Der ukrainische Regierungschef Nikolai Asarow hatte am 25. März die Gaspreise mit Vertretern der Gazprom-Führung in Moskau diskutiert sowie sich mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin getroffen. Gazprom-Chef Miller machte den Gaspreis unter anderem von der zu kaufenden Menge abhängig. Seinerseits sagte Putin, Russland halte die gültigen Gasverträge mit der Ukraine für ausgewogen, werde aber mit Kiew über Gaspsrobleme weiter verhandeln. Das betreffe auch niedrigere Gaspreise.

    Russland und die Ukraine hatten am 19. Januar 2009 in Moskau Verträge über die Gasversorgung der Ukraine und über den Gastransit via Ukriane nach Europa unterzeichnet. Im vergangenen Jahr genoss Kiew einen 20-Prozent-Rabatt vom europäischen Gaspreis. 2010 gingen Moskau und Kiew zu den Marktpreisen über.

    Bekanntlich ist der Gaspreis an den Ölpreis gebunden. Im ersten Quartal beträgt der Gaspreis für die Ukraine 305 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter und dürfte im zweiten Quartal auf 320 Dollar steigen.

    Die Partei der Regionen von Viktor Janukowitsch hatte vor der Präsidentenwahl in der Ukraine das von Julia Timoschenko geleitete Kabinett wegen dieser für Kiew ungünstigen Gasverträge heftig kritisiert. Die damalige Oppositionspartei versprach auch, diese Verträge nach dem Sieg ihres Kandidaten und der Bildung des neuen Kabinetts zu revidieren. Bei der Wahl vom Ende Februar setzte sich der als prorussisch geltende Janukowitsch gegen den prowestlichen "orange" Präsident Viktor Juschtschenko durch.

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