00:46 25 November 2017
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    Lukaschenko will nicht als Streithammel gegen Moskau dastehen

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    Die Regierung in Minsk hat sich von Russland „nicht abgekehrt“, versichert der weißrussische Staatschef Alexander Lukaschenko, befürchtet aber, vom russischen Markt „vertrieben“ zu werden.

    MINSK, 02. April (RIA Novosti). Die Regierung in Minsk hat sich von Russland „nicht abgekehrt“, versichert der weißrussische Staatschef Alexander Lukaschenko, befürchtet aber, vom russischen Markt „vertrieben“ zu werden.

    Lukaschenko empfing am Freitag in Minsk den russischen Vizepremier Igor Schuwalow und schlug ihm einen offenen Dialog vor: „Wenn Sie Anhaltspunkte für Kritik haben, so sagen Sie es unverblümt. Wir sollten die Probleme lösen oder zumindest unsere Positionen annähern“.

    Lukaschenko warnte vor feindlicher Reaktion auf Weißrusslands Politik, Weißrussland habe sich von Russland nicht „abgekehrt“: „Ich möchte erneut betonen: Da gibt es keine Konfrontation, das können wir absolut nicht gebrauchen“.

    Dann ging Lukaschenko aber etwas schärfer zur Sache: „Selbst wenn Russland uns von seinem Markt vertreiben will, werden wir trotzdem um den russischen Markt kämpfen. Parallel werden wir aber natürlich andere Märkte für unsere Waren suchen“.

    Schuwalow sagte, es gebe keine unlösbaren Probleme im bilateralen Verhältnis: „Wir sind daran interessiert, dass Weißrussland seine Exporte nach Russland erhöht“.

    Der jüngste Streit zwischen den beiden Ländern betrifft aber russische Exporte nach Weißrussland. Die Regierung in Minsk reichte Ende März beim GUS-Wirtschaftsgericht eine Klage gegen Russland ein. Weißrussland lehnt sich gegen Russlands Exportzölle für Produkte der Erdölverarbeitung auf. Diese Zölle behindern laut Minsk die Belieferung weißrussischer Betriebe.