06:38 22 November 2017
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    Kreml-Beamter informiert über wichtige Details des neuen START-Vertrages

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    START-Vertrag (287)
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    Im neuen Atomabrüstungs-Vertrag mit Russland, der nächste Woche unterzeichnet werden soll, verpflichten sich die USA, die Startanlagen für ballistische und Interkontinentalraketen auf den U-Booten nicht mehr zu nutzen und nicht umzubauen.

    MOSKAU, 02. April (RIA Novosti). Im neuen Atomabrüstungs-Vertrag mit Russland, der nächste Woche unterzeichnet werden soll, verpflichten sich die USA, die Startanlagen für ballistische und Interkontinentalraketen auf den U-Booten nicht mehr zu nutzen und nicht umzubauen.

    Das teilte Sergej Prichodko, außenpolitischer Berater des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew, am Freitag in Moskau mit.

    Nach seinen Worten willigte die amerikanische Seite zudem ein, die Unterschiede zwischen den Abwehrraketen und den U-Boot gestützten ballistischen bzw. Interkontinentalraketen wie auch die Unterschiede zwischen den Abschussanlagen der Abwehrraketen und den Startrampen der U-Boot gestützten ballistischen bzw. Interkontinentalraketen zu definieren, was eine "Umgehung" des Vertrags ausschließen soll.

    Zudem sähe der neue Vertrag eine Vereinfachung der Verifizierungsmechanismen vor, wodurch die Kontrollverfahren um die Hälfte billiger würden, sagte Prichodko. Anders als der bisherige START-I-Vertrag schreibe das neue Abkommen keinen ständigen Aufenthalt der amerikanischen Inspekteure in der russischen Raketenfabrik in Wotkinsk (westlich des Uralgebirges) vor, wo die neusten Interkontinentalraketen Topol-M sowie RS-24 und Bulawa gebaut werden.

    Prichodko bestätigte, dass Russland und die USA strategische Offensivwaffen laut dem neuen Vertrag ausschließlich auf ihren Hoheitsgebieten stationieren dürfen. Die Fahrten der U-Boote und Flüge der Kampfflugzeuge blieben hiervor jedoch unberührt.

    Der neue russisch-amerikanische Vertrag über die atomare Abrüstung soll am 8. April in Prag von den Präsidenten beider Staaten, Dmitri Medwedew und Barack Obama, unterzeichnet werden.

    START-Vertrag: dritter Anlauf. INFOgraphiken

     

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