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    Rosa Otunbajewa - Kurzbiographie

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    Die kirgisische Politikerin Rosa Otunbajewa wurde am 23. August 1950 in der Stadt Frunse (heute Bischkek), nach anderen Angaben in Osch, geboren. Sie absolvierte 1972 die Philosophische Fakultät und dann die Aspirantur an der Moskauer staatlichen Lomonossow-Universität (MGU).

    MOSKAU, 09. April (RIA Novosti). Die kirgisische Politikerin Rosa Otunbajewa wurde am 23. August 1950 in der Stadt Frunse (heute Bischkek), nach anderen Angaben in Osch, geboren. Sie absolvierte 1972 die Philosophische Fakultät und dann die Aspirantur an der Moskauer staatlichen Lomonossow-Universität (MGU).

    Sie war Dozentin an der Kirgisischen staatlichen Universität und Leiterin des Lehrstuhls für Dialektischen Materialismus.

    Ab 1981 bekleidete Otunbajewa verschiedene Parteifunktionen in der Kirgisischen Sowjetrepublik. 1986 wurde sie stellvertretende Vorsitzende des Ministerrates und Außenministerin der Kirgisischen Sowjetrepublik.

    Von 1989 bis 1992 arbeitete Otunbajewa im Außenministerium der UdSSR. Sie war Mitglied des Kollegiums des Außenministeriums der UdSSR und vertrat die Sowjetunion in der UNESCO (1989 bis 1991).

    Otunbajewa kehrte 1992 in ihr Heimatland zurück. Sie wurde insgesamt dreimal zur Außenministern ernannt (1986-1989, 1992 und 1994-1997).

    Durch ihre Amtstätigkeit als kirgisische Botschafterin in den USA und Kanada (1992-1994) und später in Großbritannien (1997) wurde sie in westlichen politischen Kreisen bekannt.

    Otunbajewa arbeitete in den Jahren 2002 bis 2004 als stellvertretende Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs (Bereich Georgisch-abchasische Regelung).

    Sie kehrte im Jahr 2004 nach Kirgisien zurück und wurde Kovorsitzende des Oppositionsblocks Ata Schurt (Vaterland).

    Die Tätigkeit von Otunbajewa im Ausland wurde zum Anlass genommen, ihr die Teilnahme an den Parlamentswahlen im Februar 2005 zu verwehren. Laut Wahlgesetz muss ein Abgeordnetenkandidat in den letzten fünf Jahren vor der Wahl in Kirgisien gelebt haben.

    Laut der Opposition ebneten die Behörden dadurch den Karriereweg für Bermet Akajewa, Tochter des damaligen Präsidenten Askar Akajew, die im selben Wahlkreis kandierte. Daraufhin organisierten die Anhänger von Otunbajewa eine mehrwöchige Protestaktion vor dem Parlamentsgebäude.

    Die Kundgebungen für Otunbajewa endeten mit einer Geldstrafe gegen sie: Die Politikerin musste nach Gerichtsurteil 1000 kirgisische Som (rund 25 US-Dollar) bezahlen.

    Nach der Tulpenrevolution wurde Otunbajewa zur amtierenden Außenministerin ernannt. Später, nach der Wahl von Kurmanbek Bakijew als Präsident, wurde sie vom kirgisischen Parlament nicht in diesem Amt bestätigt.

    Otunbajewa trat im November 2007 der Sozial-demokratischen Partei Kirgisiens (SDPK) bei und wurde dann zu ihrer Vorsitzenden.

    Ab Dezember 2007 war sie Parlamentsabgeordnete und Mitglied der Parlamentsfraktion der oppositionellen SDPK und ab Oktober 2009 Fraktionschefin.

    Seit 2007 ist sie Mitglied des Weisenrates.

    Am 7. April 2010 wurde Otunbajewa von der kirgisischen Opposition zur Chefin der neu gebildeten Regierung des Volksvertrauens gewählt.

    Otunbajewa beherrscht Russisch, Englisch, Deutsch und Französisch.

    Familienstand: geschieden, ein Sohn und eine Tochter.

    Dieser Beitrag ist anhand offener Informationsquellen verfasst.

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