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    Nahost: Wieder Hinrichtungen im Gaza-Streifen

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    Nach einem fünfjährigen Moratorium werden im Gaza-Streifen wieder Todesurteile vollstreckt. Am Donnerstag wurden in der von der radikalislamischen Bewegung Hamas kontrollierten Palästinenser-Enklave zwei Häftlinge erschossen.

    GAZA, 15. April (RIA Novosti). Nach einem fünfjährigen Moratorium werden im Gaza-Streifen wieder Todesurteile vollstreckt. Am Donnerstag wurden in der von der radikalislamischen Bewegung Hamas kontrollierten Palästinenser-Enklave zwei Häftlinge erschossen.

    Bei ihnen handle es sich um Verräter, die bei der israelischen Offensive von Januar 2009 „am Tod vieler Menschen“ schuld gewesen seien, teilte Hamas-Sprecher Muschir al-Masri im Gespräch RIA Novosti mit. In Haftanstalten des Gaza-Streifens befinden sich sechs weitere zum Tode verurteilte, die Spionage für Israel und anderer Verbrechen bezichtigt werden.

    Nach Angaben der Menschenrechtler wurde die Todesstrafe zuletzt am 12. Juni 2005 im Gaza-Streifen vollstreckt, als drei Menschen wegen Raub und Morde hingerichtet worden waren. Zehn Tage später verhängte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ein Moratorium für die Hinrichtungen. Die Hamas, die im Juni 2007 die Macht im Gaza-Streifen gewaltsam ergriffen und die Region in eine internationale Isolation getrieben hatte, gilt in den USA und der EU als Terrororganisation.

     

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