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    Moskau besorgt über Übergriffe gegen Eigentum von Russen in Bischkek

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    Während Moskau gewaltsame Übergriffe auf das Eigentum russischer Staatsbürger in Bischkek beklagt, versucht Kirgisiens Interimsregierung, das Vermögen des gestürzten Präsidenten Bakijew aufzuspüren.

    MOSKAU, 15. April (RIA Novosti). Während Moskau gewaltsame Übergriffe auf das Eigentum russischer Staatsbürger in Bischkek beklagt, versucht Kirgisiens Interimsregierung, das Vermögen des gestürzten Präsidenten Bakijew aufzuspüren.

    „In den letzen Tagen gehen bei der russischen Botschaft in Bischkek zahlreiche Beschwerden russischer Staatsbürger ein. Es geht um gewaltsame Übernahmen und Überfälle auf ihre Wohnhäuser und Büros ihrer Firmen, aber auch um nationalistische Übergriffe in Bischkek und anderen Gebieten Kirgisiens. Das erregt tiefe Besorgnis“, sagte Andrej Nesterenko, Sprecher des russischen Außenministeriums, am Donnerstag.

    Kirgisiens Interimsregierung klärt unterdessen nach eigenen Angaben, welche Unternehmen und Bankkonten der Familie des gestürzten Präsidenten Kurmanbek Bakijew gehören. Wie der stellvertretende Regierungschef Temir Sarijew am Donnerstag sagte, sollen die Ermittler demnächst eine entsprechende Liste aufstellen.

    Zuvor hatte die neue Macht provisorische Verwalter für einige der größten Geschäftsbanken bestellt. Dem entmachteten Präsidenten und seiner Familie wird vorgeworfen, die Staatskasse ausgeplündert zu haben. Sarijew äußerte nun in diesem Zusammenhang: „Es ist uns gelungen, alle Banküberweisungen unter Kontrolle zu stellen. Es steht aber noch viel Arbeit bevor, um die Gelder und Unternehmen der Familie Bakijew zu überprüfen und die Wege zur Geldüberweisung ins Ausland aufzudecken“.

    Interims-Regierungschefin Rosa Otunbajewa mahnte den entmachteten Präsidenten erneut zum offiziellen Rücktritt an: „Er stiftet weiter Chaos und Angst, er lässt die ohnehin explosive Situation weiter eskalieren… Bakijew stößt das Land in einen Bürgerkrieg. Das ist die Agonie des Bakijew-Clans“. Die Interimsregierung werde keine Ultimaten von Bakijew akzeptieren und garantiere lediglich seine persönliche Sicherheit, so Otunbajewa.

    Bakijew hatte zuvor seinen Rücktritt im Austausch gegen Sicherheitsgarantien nicht ausgeschlossen. Er war vor einer Woche gestürzt worden und in seine Hochburg Dschalal-Abad im Süden des Landes geflüchtet. Die Opposition übernahm die Macht und bildete eine Interimsregierung.

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