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    Medwedew für "offene und gerechte Wahlen" in Kirgistan (Zusammenfassung)

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    Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat sich für "offene und gerechte Wahlen" in der zentralasiatischen Republik Kirgistan ausgesprochen.

    MOSKAU, 15. April (RIA Novosti). Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat sich für "offene und gerechte Wahlen" in der zentralasiatischen Republik Kirgistan ausgesprochen.

    "Von der Fähigkeit der Übergangsregierung Kirgistans, faire Wahlen in die Machtorgane des Landes zu organisieren, wird die weitere Entwicklung der freundschaftlichen russisch-kirgisischen Beziehungen abhängen", heißt es in einer am Donnerstag im Ersten Kanal des russischen Fernsehens ausgestrahlten Erklärung Medwedews. Der russische Präsident äußerte die Hoffnung, dass die Übergangsregierung in Bischkek es schafft.

    "Russland bleibt allen früher (mit Kirgistan) erzielten Vereinbarungen treu und bekräftigt, dass die gegenüber der Republik übernommenen Verpflichtungen erfüllt werden. Das betrifft auch die Kooperation in der sozialen und ökonomischen Sphäre sowie auf der Ebene regionaler Organisationen", heißt es in der Erklärung.

    Der Sturz des Regimes Bakijews resultiere aus dessen mangelnder Fähigkeit, die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Staates im Interesse des kirgisischen Volkes zu gewährleisten, sowie aus der Korruption, der dominierenden Stellung von Familien-Clans und aus der Vetternwirtschaft. "Das kirgisische Volk macht jetzt eine dramatische Periode durch. Die Fähigkeit der provisorischen Regierung, die Situation in der Republik in rechtlichem Rahmen zu entwickeln und Ordnung wiederherzustellen, wird vom Wunsch (des Kabinetts) abhängen, Probleme des Landes mit gemeinsamen Anstrengungen zu lösen", betonte der russische Präsident.

    Medwedews Sprecherin Natalia Timakowa erinnerte daran, dass der Staatschef zuvor die Regierung angewiesen hatte, dem Volk Kirgistans humanitäre Hilfe zu erweisen und für die Lösung dieser Aufgabe Kontakte zur Übergangsregierung in Bischkek aufzunehmen.

    Über die vollwertigen Beziehungen mit der neuen Führung Kirgistans werde der Präsident extra entscheiden, unter Berücksichtigung des Willens des kirgisischen Volkes und der Fähigkeit der Amtsträger, die Rechtsordnung im Land zu gewährleisten sowie unaufschiebbare soziale und wirtschaftliche Probleme zu lösen, hieß es.

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