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    Darfur-Problem: Neue Gesprächsrunde Ende Mai in Doha

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    Die Verhandlungen zur Beilegung des Konfliktes in der Region Darfur im Westsudan werden Ende Mai in der katarischen Hauptstadt Doha wieder aufgenommen.

    KHARTUM, 18. Mai (RIA Novosti). Die Verhandlungen zur Beilegung des Konfliktes in der Region Darfur im Westsudan werden Ende Mai in der katarischen Hauptstadt Doha wieder aufgenommen.

    Wie sudanesische Medien am Dienstag unter Berufung auf den katarischen Außenminister, Ahmed bin Abdullah al-Mahmoud, weiter berichten, hat die katarische Seite mit den Verhandlungsteilnehmern die Agenda zur neuen Gesprächsrunde erörtert.

    Den Beginn der neuen Verhandlungsetappe zum Darfur-Problem haben der Emissär der UNO und der Afrikanischen Union Djibril Bassolé sowie die sudanesische Verhandlungsdelegation bestätigt.

    Die Friedensgespräche, die die sudanesische Regierung und die bewaffneten Oppositionsmitglieder aus der größten Rebellengruppierung - der „Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung“ - nach dem Abschluss eines Rahmenabkommens geführt hatten, waren Anfang Mai wegen der Wiederaufnahme der Kampfhandlungen in Darfur auf Eis gelegt worden.

    Zur neuen Gesprächsrunde sind unter anderem führende Mitglieder der „Bewegung“ eingeladen. Diese hatte nach den jüngsten blutigen Kämpfen zwischen ihren Kämpfern und der sudanesischen Armee in Darfur gedroht, aus den Verhandlungen auszusteigen.

    Die Gruppierung hatte zudem gefordert, dass das Vermittlerland bei den Verhandlungen eine neutrale Position einnimmt. Die Rebellenbewegung beschuldigte auch die katarischen Behörden, der Position der sudanesischen Regierung zuzustimmen.

    Laut den sudanesischen Medien musste der Chef der „Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung“, Halil Abrahim, der sich in der vorigen Woche in Ägypten aufgehalten hatte, auf Forderung der Behörden das Land verlassen.

    Sein jetziger Aufenthaltsort ist nicht bekannt. Libyen hatte zuvor sein Asylgesuch abgelehnt.

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