04:38 25 September 2017
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    Ukraine arbeitet mit Russland im Energiebereich nur paritätisch

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    Konflikt um Naftogaz (19)
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    Die ukrainisch-russische Zusammenarbeit im Energiebereich, egal in welcher Form, darf ausschließlich auf gleichberechtigter Grundlage erfolgen, sagte der ukrainische Brennstoff- und Energieminister Juri Boiko zum Thema der von Russland angeregten Vereinigung von Gazprom und Naftogaz.

    KIEW, 18. Mai (RIA Novosti). Die ukrainisch-russische Zusammenarbeit im Energiebereich, egal in welcher Form, darf ausschließlich auf gleichberechtigter Grundlage erfolgen, sagte der ukrainische Brennstoff- und Energieminister Juri Boiko zum Thema der von Russland angeregten Vereinigung von Gazprom und Naftogaz.

    „Wir prüfen alle Vorschläge der russischen Partner ausschließlich zu paritätischen Bedingungen. Das ist unsere prinzipielle Position“, antwortete er auf die Frage danach, welche Fortsetzung die Initiative der russischen Seite zur Vereinigung von Naftogaz Ukrainy (Staatsunternehmen für Gewinnung, Transport und Verarbeitung von Erdöl und Erdgas) und Gazprom (russischer Gasmonopolist) haben könne.

    „Nur auf paritätischer Grundlang prüfen wir einige Modelle, die in verschiedenen Richtungen der Energiewirtschaft existieren können“, betonte Boiko.

    Der Minister verwies auch darauf, dass es dank dem Dialog mit Russland gelungen sei, den Preis für russisches Gas zu reduzieren. Das wird zu einer schnelleren Entwicklung der ukrainischen Industrie beitragen und den sozialen Problemen die Schärfe nehmen.

    „Die Senkung der Gaspreise bedeutet natürlich eine effektivere Entwicklung unserer Industrie, niedrige Kommunaltarife und überhaupt die Hebung des Wohlstandes der Menschen“, betonte er.

    Den Vorschlag, Gazprom und Naftogaz zu vereinigen, hatte der russische Premierminister Wladimir Putin am 30. April unterbreitet. Später erläuterte ein Pressesprecher des Regierungschefs, dass der Vorschlag Moskaus nicht die Einverleibung von Naftogaz durch Gazprom, sondern die Gründung eines neuen Unternehmens beinhalte.

    Russlands Präsident Dmitri Medwedew sagte kurz vor seinem Ukraine-Besuch am 17. und 18. Mai, dass es sich zurzeit nicht um eine Fusion von Gazprom und Naftogaz, sondern um die Möglichkeit der Vereinigung irgendwelcher Aktiva oder um die Gründung eines Joint Ventures handle.

    Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch sagte seinerseits, dass er die Vereinigung beider Unternehmen auf gleichberechtigter Grundlage für möglich halte.

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