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    Tschetschenien: Kadyrow fordert genaue Angaben über Zahl der Extremisten

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    Eine größere Genauigkeit bei der Erfassung von Angaben über die sich im Gebirge versteckenden Extremisten hat Ramsan Kadyrow, Präsident der nordkaukasischen Teilrepublik Tschetschenien, von den bewaffneten Strukturen gefordert.

    GROSNY, 25. Mai (RIA Novosti). Eine größere Genauigkeit bei der Erfassung von Angaben über die sich im Gebirge versteckenden Extremisten hat Ramsan Kadyrow, Präsident der nordkaukasischen Teilrepublik Tschetschenien, von den bewaffneten Strukturen gefordert.

    „Laut Informationen des Inlandsgeheimdienstes FSB in Tschetschenien beläuft sich ihre Zahl auf 400 bis 500“, sagte er am Montag bei einer Beratung in Grosny. „Laut anderen Angaben stehen 198 auf der Liste. Viele von ihnen halten sich seit langem im Ausland auf. Laut FSB operieren bis zu 30 Banden in der Republik. Sie werden gefasst und vernichtet, ihre Zahl verringert sich aber nicht. Ich möchte wissen, wo diese Angaben herstammen! Und warum hat das Innenministerium diese Zahlen nicht?“

    Er schlug vor, eine Sonderkommission zu bilden, die klären wird, „wo diese Daten von mehreren Hundert Extremisten herkommen“.

    Kadyrow verwies darauf, dass das Innenministerium von 198 Extremisten spricht. „Dieser Tage wurden zwei vernichtet, insofern müßten es jetzt 196 sein.“

    „Ich weiß auch, dass in den Listen der Extremisten Leute stehen, die seit mehr als zehn Jahren im Ausland leben“, führte er weiter aus. Außerdem stehen dort Banditen, die bereits vernichtet wurden. Es gibt Zeugen, die ihre Leichen gesehen haben.

    „Wir müssen nicht die Illusion von einer hohen Zahl der Extremisten entstehen lassen, weil diese davon profitieren“, sagte Kadyrow. Außerdem müsste der Begriff „Bandit“ präzisiert werden. „Diejenigen, die in Europa sind, stehen auf der Extremistenliste. In Europa, etwa in Polen oder Österreich, leben Menschen, die sich Bärte und Haare haben wachsen lassen und sich als Emire bezeichnen. In Wirklichkeit sind das ‚zahme’ Extremisten, die vom Kämpfen nur reden. Etwa Mowladi Udugow (Chefideologe der Separatisten während des 1. Tschetschenien-Krieges) lebt in der Türkei und ruft unsere Jugend auf, gegen das eigene Volk zu kämpfen. Seine Kinder studieren derweil an angesehenen Universitäten.“