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    Polnischer Luftwaffenchef war im Cockpit der Tu-154- Offiziell

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    Polnische Präsidentenmaschine bei Smolensk abgestürzt (169)
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    Der polnische Luftwaffenchef Andrzej Blasik ist einer der Unbefugten gewesen, der sich im Cockpit des Regierungsflugzeuges Tu-154 befand, das am 10. April bei Smolensk abgestürzt war.

    MOSKAU, 25. Mai (RIA Novosti). Der polnische Luftwaffenchef Andrzej Blasik ist einer der Unbefugten gewesen, der sich im Cockpit des Regierungsflugzeuges Tu-154 befand, das am 10. April bei Smolensk abgestürzt war.

    Das teilte Edmund Klich, Leiter der polnischen Staatskommission für die Untersuchung von Flugunfällen, mit.

    Das Flugzeug des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski hatte nach vorläufigen Angaben bei schlechter Sicht wegen dichten Nebels die Gipfel der Bäume gestreift. An Bord befanden sich 96 Menschen: 88 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder. Alle kamen ums Leben. Unter ihnen waren der Präsident selbst, seine Ehegattin und ein Teil der Führung des Landes. Sie waren zur Teilnahme an den Trauerfeierlichkeiten für die Opfer der politischen Repressionen nach Katyn geflogen.

    Beim Massaker von Katyn hatten Einheiten des sowjetischen Innenministeriums NKWD im Frühjahr 1940 in einem Wald bei Katyn mehrere tausend polnische Offiziere ermordet.

    Klich zufolge betrat Blasik das Cockpit einige Minuten vor der Tragödie und befand sich dort bis zum Ende. Zuvor hatten polnische Medien unter Hinweis auf inoffizielle Quellen bereits mitgeteilt, dass der Luftwaffenchef im Cockpit war.

    „Ja, das war General Blasik… Er wollte sich einen Überblick über die Lage verschaffen“, sagte Klich im polnischen Fernsehsender TVN.

    Er verwies darauf, dass der Aufenthalt des Luftwaffenchefs im Cockpit nicht typisch sei.

    „Vor Blasik betrat noch eine Person das Cockpit. Aber wer das war, konnte bisher nicht festgestellt worden“, sagte Klich.

    Zuvor hatten Medien unter Berufung auf Quellen mitgeteilt, dass in der Pilotenkanzel auch der Direktor des diplomatischen Protokolls im polnischen Außenministerium gewesen sei.

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