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    IWF will neues Programm für Weißrussland konzipieren

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    Der Internationale Währungsfonds ist bereit, mit Weißrussland im Rahmen eines neuen Programms weiter zusammenzuarbeiten.

    MINSK, 25. Mai (RIA Novosti). Der Internationale Währungsfonds ist bereit, mit Weißrussland im Rahmen eines neuen Programms weiter zusammenzuarbeiten.

    „Wir sind bereit, makroökonomische Fragen mit der weißrussischen Regierung im Rahmen eines weiteren, neuen Programms zu besprechen, das aus Mitteln des IWF unterstützt werden soll“, sagte der Leiter der jetzigen IWF-Mission für Weißrussland, Chris Jarvis, am Dienstag in Minsk auf einer Pressekonferenz.

    Die Mission hatte die makroökonomische Situation in Weißrussland im Hinblick auf die Gewährung von Kreditmitteln von rund drei Milliarden US-Dollar untersucht.

    Laut Jarvis kommt die nächste IWF-Mission in diesem Herbst nach Weißrussland, um die ökonomische Situation im Land neu einzuschätzen und gemeinsam mit der weißrussischen Führung über ein neues Programm für das Land zu entscheiden.

    „Wenn die Behörden Interesse daran zeigen, wird der IWF bereit sein, Finanzmittel zu gewähren und ein neues Programm auszuarbeiten, das Vorschläge zur weiteren Wirtschaftspolitik in Weißrussland beinhalten wird“, sagte Jarvis.

    Laut dem IWF-Experten zeugt die gegenwärtige ökonomische Situation in Weißrussland von einem hohen Entwicklungstempo der Wirtschaft und davon, dass sich die Wirtschaft auf dem Weg der Genesung befindet.

    „Die Inflationsrate ist weiterhin gering und das Defizit der Zahlungsbilanz im ersten Quartal dieses Jahres hat unter dem Vorjahreswert gelegen“, so Jarvis.

    Er äußerte zugleich Besorgnis über die schnelle Kreditzunahme und die angekündigte Absicht der Behörden, die Löhne und Gehälter anzuheben.

    „Wir gehen davon aus, dass eine Lohnerhöhung auf der Erhöhung der Arbeitsproduktivität beruhen muss. Es muss eine harte Politik gegenüber dem Staatshaushalt und den Löhnen bzw. Gehältern betrieben werden“, so Jarvis.

    In Bezug auf mögliche Vorschläge zum neuen IWF-Programm für Weißrussland sagte Jarvis, es seien Strukturreformen notwendig. Eine der Schlüsselfragen sei, den Anteil des Privatsektors an Staatsunternehmen zu erhöhen. „Unserer Meinung nach muss die Privatisierung eine wichtige Rolle spielen“, sagte der IWF-Experte.

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