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    Ukrainischer Gasversorger plant Kreditaufnahme für unterirdische Gaslagerung

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    Der ukrainische nationale Gasversorger Naftogas Ukrainy will in diesem Jahr Kreditressourcen in Höhe von 16,323 Milliarden Griwna (2,06 Milliarden US-Dollar) für das Einpumpen von Erdgas in die unterirdischen Gasspeicher heranziehen. Das geht aus einem Entwurf des Regierungsbeschlusses über den Finanzplan des Unternehmens für das Jahr 2010 hervor.

    KIEW, 25. Mai (RIA Novosti). Der ukrainische nationale Gasversorger Naftogas Ukrainy will in diesem Jahr Kreditressourcen in Höhe von 16,323 Milliarden Griwna (2,06 Milliarden US-Dollar) für das Einpumpen von Erdgas in die unterirdischen Gasspeicher heranziehen. Das geht aus einem Entwurf des Regierungsbeschlusses über den Finanzplan des Unternehmens für das Jahr 2010 hervor.

    Wie die ukrainische Nachrichtenagentur UNIAN am Dienstag weiter meldet, will Naftogas in diesem Jahr 5,214 Milliarden Griwna (658 Millionen US-Dollar) für die Rückzahlung der Schulden aus Kreditabkommen vergangener Jahre verwenden. Laut dem Finanzplan des Unternehmens sollen die Gesamteinnahmen in diesem Jahr 123,4 Milliarden Griwna (15,5 Milliarden US-Dollar) betragen. 117,2 Milliarden Griwna (14,79 Milliarden US-Dollar) davon entfallen auf die Einnahmen aus dem Verkauf von Waren und Leistungen.

    Die Gesamtausgaben des Unternehmens in diesem Jahr sollen sich auf 147,1 Milliarden Griwna (18,5 Milliarden US-Dollar) belaufen.

    Wie Naftogas-Chef Jewgeni Bakulin zuvor geäußert hatte, hat das Unternehmen Mitte Mai 13 Milliarden Kubikmeter Gas in die unterirdischen Gaslager eingepumpt und will den Gasumfang auf 22 Milliarden Kubikmeter weiter vergrößern.

    Das ukrainische Kabinett soll bis Ende Mai den Finanzplan von Naftogas bestätigen und im Staatshaushalt die Deckungskosten für das Defizit bei Naftogas einplanen.

    Der ukrainische Gasversorger hatte zum Winter 2009 insgesamt 26,3 Milliarden Kubikmeter Gas in die unterirdischen Gasspeicher eingepumpt, die über eine Aufnahmekapazität von insgesamt 32 Milliarden Kubikmeter verfügen.

    Wie die ehemalige ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko früher geäußert hatte, würden für die Ukraine 25,5 Milliarden Kubikmeter Brennstoff ausreichen, um den Winter gut zu überstehen.

    Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der russischen Gasholding Gazprom, Valeri Golubew, hingegen verwies darauf, dass die Ukraine mindestens 28 Milliarden Kubikmeter Brennstoff in ihre unterirdischen Gasspeicher einpumpen müsse.

    Gazprom-Chef Alexej Miller äußerte im März dieses Jahres Besorgnis darüber, dass Naftogas weniger Gas gekauft habe, als vereinbart.

    Im April wurde von Gazprom und Naftogas eine Zusatzvereinbarung zum Gasliefervertrag unterzeichnet, wonach die Gaskäufe durch die ukrainische Seite in diesem Jahr von 33,7 auf 36,5 Milliarden Kubikmeter erhöht werden.

    Laut dem Naftogas-Chef plant das Unternehmen auch, in diesem Jahr 20 Milliarden Kubikmeter Gas - eben so viel wie im vorigen Jahr - zu fördern. Das staatliche Öl- und Gasunternehmen Naftogas Ukrainy bestreitet mehr als 97 Prozent der Gas- und Ölförderung im Land, betreibt das nationale Öl- und Gasversorgungsnetz und setzt Öl- und Gasprodukte über das eigene Tankstellennetz ab.

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