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    Moskau erwartet von Teheran mehr als nur Uran-Tausch

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    Atomstreit mit Iran (1447)
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    Die vom Iran erklärte Bereitschaft, sein Uran zur Anreicherung in die Türkei zu schicken, ist nach Ansicht der Regierung in Moskau nur ein Teil der internationalen Agenda, die den Atomstreit mit Teheran beilegen soll.

    MOSKAU, 25. Mai (RIA Novosti). Die vom Iran erklärte Bereitschaft, sein Uran zur Anreicherung in die Türkei zu schicken, ist nach Ansicht der Regierung in Moskau nur ein Teil der internationalen Agenda, die den Atomstreit mit Teheran beilegen soll.

    Der am 17. Mai vom Iran angekündigte Uran-Tausch sei zwar ein „wichtiger Schritt“, die fünf UN-Vetomächte und Deutschland hätten aber nicht vor, sich bei ihrem Dialog mit Teheran darauf zu beschränken, erklärte Andrej Nesterenko, Sprecher des russischen Außenministeriums, am Dienstag. Der Dialog müsse sich auf die Besorgnisse der internationalen Gemeinschaft konzentrieren, sagte Nesterenko, ohne diese Besorgnisse zu konkretisieren.

    Der Iran hatte sich am 17. Mai bereit erklärt, sein niedrig angereichertes Uran in die Türkei zu schicken, um hoch angereichertes Kernmaterial für den Teheraner Forschungsreaktor im Gegenzug zu bekommen.

    Am 25. Mai zeigte sich der iranische Botschafter in Moskau, Mahmoud-Reza Sajjadi, darüber „erstaunt“, dass neue UN-Sanktionen gegen Teheran trotz des Uran-Deals nach wie vor zur Debatte stünden. Westliche Spitzenpolitiker erklären in diesen Zusammenhang, der Iran müsse nicht dem Uran-Tausch zustimmen, sondern auch auf die selbständige Uran-Anreicherung verzichten.

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