06:30 25 September 2017
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    Gas-Rabatt gegen Pipeline-Betreiber: Lukaschenko schlägt Moskau Tauschgeschäft vor - "BFM.ru"

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    Weißrussland ist bereit, das Kontrollpaket des Pipelinebetreibers Beltransgas abzutreten, wenn der Gaspreis an die russischen Inlandspreise angeglichen wird, berichtete die Online-Wirtschaftszeitung „BFM.ru" unter Berufung auf die weißrussische Nachrichtenagentur BELTA.

    MOSKAU, 28. Mai (RIA Novosti). Weißrussland ist bereit, das Kontrollpaket des Pipelinebetreibers Beltransgas abzutreten, wenn der Gaspreis an die russischen Inlandspreise angeglichen wird, berichtete die Online-Wirtschaftszeitung „BFM.ru" unter Berufung auf die weißrussische Nachrichtenagentur BELTA.

    "Wenn sie" (die Russen - Anm. d. Red.) "versprechen, Weißrussland Gas zu Inlandspreisen zu verkaufen, dann haben wir nichts dagegen: Nehmt doch das Kontrollpaket", sagte Lukaschenko am Donnerstag vor Studenten im weißrussischen Mogiljow.

    Am selben Tag zuvor hatte Russlands Vizepremier Igor Setschin gesagt, Moskau werde am wahrscheinlich die Gaslieferungen an Weißrussland nicht reduzieren, weil Minsk seinen Vertragsverpflichtungen beim Kaufpreis für Gas und Öl nachkomme. Ende Februar hatte Gazprom seinen Anteil am weißrussischen Gastransportunternehmen Beltransgas auf 50 Prozent erhöht. Später hieß es, der russische Gasriese wolle Kontrolle über Beltransgas übernehmen.

    Minsk signalisierte Anfang Februar, mit Moskau Gespräche über den Gaspreis zu beginnen. Damals berichteten russische Medien, dass Weißrussland Russland das Angebot unterbreitet habe, Zugang zur heimischen Stromwirtschaft zu gewähren, wenn im Gegenzug der Gaspreis auf 150 Dollar pro 1000 Kubikmeter gesenkt werde. Minsk rief Gazprom auf, in den Bau eines neuen Gas-Dampf-Blocks im Kraftwerk Berjosowskaja einzusteigen. Außerdem wurde der russischen Gasholding der Bau eines neuen Chemiekombinats auf der Grundlage der Grodno Asot AG angeboten.