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    Korea-Konflikt: Russland gerät zwischen die Fronten - „Nesawissimaja Gaseta"

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    Seoul wirft Pjöngjang Torpedo-Angriff vor (51)
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    In seiner Rolle als auswärtiger Beobachter ist Russland unversehens in die Korea-Krise hineingeraten, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta" am Freitag.

    MOSKAU, 28. Mai (RIA Novosti). In seiner Rolle als auswärtiger Beobachter ist Russland unversehens in die Korea-Krise hineingeraten, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta" am Freitag.

    Nachdem Südkorea mit Seemanövern seine Stärke demonstriert und Nordkorea den Sicherheitsvertrag („heißer Draht") aufgekündigt hat, beschloss Präsident Dmitri Medwedew, Experten nach Seoul zu schicken, die aufklären sollen, wer die südkoreanische Korvette „Cheonan" versenkt hat.

    „Medwedew hält es für grundsätzlich wichtig, den wirklichen Grund für den Untergang des Schiffs festzustellen und zu klären, wer persönlich für das Geschehene verantwortlich ist", hieß es aus dem Kreml.

    Zur russischen Delegation in Seoul gehören Vertreter des Hauptstabs der russischen Marine. Das sind Offiziere aus der Abteilung für internationale Zusammenarbeit. Nach Ansicht eines Sprechers des Hauptstabs wären die Ergebnisse der internationalen Untersuchungskommission zu dem Zwischenfall objektiver gewesen, wenn Ermittler aus Russland von Anfang dabei gewesen wären.

    Die Zeitung weist darauf hin, dass die Kommission aus amerikanischen, britischen, australischen und schwedischen Experten zu dem Schluss gekommen ist, dass die Korvette durch einen nordkoreanischen Torpedo versenkt worden sei. Die USA, die NATO und die EU erklärten, dass Pjöngjang die Sicherheit in der Region untergräbt. Nordkorea verurteilte den Bericht als eine Fälschung.

    Die Lage spitzt sich zu. Die Entwicklung der Krise hängt maßgeblich von der Position der anderen wichtigen Akteure in der Region ab. Die USA, die im Süden der Halbinsel 28.000 Soldaten stationiert haben, unterstützen eindeutig ihren Verbündeten. Sie wollen Seemanöver unter Teilnahme der südkoreanischen Kriegsmarine durchführen. Doch China, der wichtigste Förderer von Nordkorea, weigert sich bislang, sich den USA und ihren Verbündeten anzuschließen.

    Der Wunsch von Präsident Medwedew, russische Experten zu entsenden, bedeutet, dass Russland in den Konflikt hineingerät. Doch das russische Außenministerium teilte mit, dass Moskaus Position in keiner Weise vorausbestimmt sei. Russland wird die Situation um das südkoreanische Kriegsschiff nicht zur Erörterung im UN-Sicherheitsrat einbringen und diese Entscheidung auch nicht unterstützen, solange es keinen hundertprozentigen Beweis dafür bekommt, dass Nordkorea mit dem Untergang des Schiffs zu tun habe. Das sagte der Vizesprecher des Außenministeriums, Igor Ljakin-Frolow. -0- my/EH/MI

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