21:54 23 September 2017
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    Afghanistan: Cannabis vs. Schlafmohn

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    Weltweite Drogengefahr nimmt zu (258)
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    Afghanische Bauern bauen auf den früheren Schlafmohn-Plantagen immer mehr Cannabis an.

    MOSKAU, 28. Mai (RIA Novosti). Afghanische Bauern bauen auf den früheren Schlafmohn-Plantagen immer mehr Cannabis an.

    Wie der Chef der russischen Anti-Drogen-Behörde Wassilij Rogosin am Freitag bekannt gab, wurde der Schlafmohn-Anbau auf etwa 20 von insgesamt 34 Feldern dank Bemühungen der afghanischen Regierung eingestellt.

    „Andererseits wird auf denselben Feldern jetzt Cannabis angebaut“, sagte Rogosin dem Radiosender „Echo Moskwi“.

    Diese afghanischen Provinzen, die sich so schnell umorientiert haben, sind ihm zufolge nach den Produktionsvolumen von Cannabis, Marihuana, Haschisch und Haschischöl sofort auf den zweiten Platz in der Welt geraten. Mehr wird nur in Marokko produziert.

    „Es ist somit zu früh, sich zu freuen und zu beruhigen“, so Rogosin.

    Vor zwei Wochen gab es Informationen, dass eine unbekannte Krankheit fast die Hälfte aller Schlafmohnpflanzen in Afghanistan vernichtet hatte. Die Pflanzen wurden vermutlich von einem Pilz angegriffen, der die Schlafmohnblüten völlig austrocknet.

    Besonders betroffen von dem unbekannten Schimmelpilz wurden die südlichen Provinzen Afghanistans. Die Opium-Anbauer schieben die Schuld den Briten und US-Amerikanern zu. Sie sollen die Krankheit bewusst auf den Schlafmohn-Plantagen verbreitet haben.

    Drogen-Verkehr weltweit. INFOgraphiken>>

     

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