10:13 11 Dezember 2017
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    Afghanistan: Zivillisten sterben wegen Fehlern von US-Offizieren

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    Das US-Militärkommando in Afghanistan hat zugegeben, dass der Tod von 23 Zivilisten in Afghanistan bei einem US-Luftangriff im Februar auf einen Fehler von US-Offizieren zurückzuführen ist.

    KABUL, 30. Mai (RIA Novosti). Das US-Militärkommando in Afghanistan hat zugegeben, dass der Tod von 23 Zivilisten in Afghanistan bei einem US-Luftangriff im Februar auf einen Fehler von US-Offizieren zurückzuführen ist.

    Nach Angaben der Pressestelle der internationalen Sicherheitstruppe in Afghanistan ISAF hat das Team auf dem Luftwaffenstützpunkt die Informationen von einem unbemannten Flugzeug falsch verstanden und den zuständigen Kommandeur vor Ort falsch informiert.

    Am 21. Februar dieses Jahres hatte die US-Luftwaffe in der Provinz Urusgan einen Konvoi mit afghanischen Zivillisten bombardiert. 23 Menschen waren dabei ums Leben gekommen, 12 weitere hatten schwere Verletzungen erlitten.

    Dem Untersuchungsbericht zum Tod der Zivilisten zufolge, der am Samstag veröffentlicht wurde, haben die Luftwaffenoffiziere das Geschehen in Afghanistan mit Hilfe von Aufnahmen eines unbemannten Flugzeugs aus den USA (Nevada) verfolgt. Das Team habe die Hinweise darauf, dass die Fahrzeuge möglicherweise keine Bedrohung darstellten, ignoriert.

    Dem Team in Nevada werde mangelnde militärische Ausbildung und fehlender Professionalismus vorgeworfen, hieß es in der Pressemitteilung. Alle Offiziere seien bestraft worden.

     

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