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    Erdogan wirft Israel Staatsterrorismus vor

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    Israels Attacke auf Gaza-Konvoi (74)
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    Nach der israelischen Attacke auf den Gaza-Konvoi hat der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan Israel Staatsterrorismus vorgeworfen und eine unverzügliche Freilassung des gekaperten türkischen Schiffs gefordert.

    ANKARA, 31. Mai (RIA Novosti). Nach der israelischen Attacke auf den Gaza-Konvoi hat der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan Israel Staatsterrorismus vorgeworfen und eine unverzügliche Freilassung des gekaperten türkischen Schiffs gefordert.

    „Ein türkisches Schiff ist als Geisel genommen worden. Wir fordern dessen unverzügliche Freilassung“, sagte Erdogan am Montag in Chile. Seine Äußerung wurde vom türkischen Fernsehen übertragen.

    Erdogan warf Israel Staatsterrorismus vor. „Mit welchen Motiven Israel seine Aktion auch immer bemänteln mag, ist das Staatsterrorismus." Der türkische Premier wies zudem Vermutungen zurück, dass an Bord der angegriffenen Schiffe Waffen gewesen sein konnten. Es sei eine ausschließlich friedliche Hilfsaktion gewesen.

    Die israelische Marine hatte in der Nacht zum Montag einen Schiffskonvoi mit rund 10.000 Tonnen Hilfsgütern in neutralen Gewässern aufgebracht. Der Konvoi wurde von einem türkischen Menschenrechtsverband für den Gaza-Streifen organisiert. Bis zu 600 Menschenrechtler und weitere Aktivisten aus verschiedenen Ländern waren an Bord. Nach arabischen Angaben wurden mindestens 15 von ihnen getötet. Israel sprach von zehn Toten Schiffsinsassen und zehn verletzten Soldaten.

    Sein hartes Vorgehen begründete das israelische Militär mit dem Verdacht, dass an Bord des Schiffes möglicherweise Waffen und Sprengstoff waren. Nach dem Vorfall brach der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan seine Lateinamerika-Reise ab und soll demnächst in Ankara eintreffen.

     

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