20:45 18 Oktober 2018
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    Gewalt in Südkirgistan: Zahl der Toten auf 208 gestiegen

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    Schwere Unruhen in Süden Kirgistans (146)
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    Die Zahl der Todesopfer der Pogrome in Südkirgistan ist seit dem 11. Juni laut der kirgisischen Nachrichtenagentur "24.kg", die sich auf das Gesundheitsministerium des Landes beruft, auf 208 gestiegen.

    MOSKAU/BISCHKEK, 21. Juni (RIA Novosti). Die Zahl der Todesopfer der Pogrome in Südkirgistan ist seit dem 11. Juni laut der kirgisischen Nachrichtenagentur "24.kg", die sich auf das Gesundheitsministerium des Landes beruft, auf 208 gestiegen.

    Verletzt wurden laut Gesundheitsministerium 2101 Bürger, 962 davon wurden in Krankenhäuser eingeliefert.

    Die Übergangsregierung von Kirgistan schließt nicht aus, dass die Totenzahl in der Tat viel höher ist. Nach einigen Angaben gibt es insgesamt fast 1800 Tote.

    Im Laufe einer Woche bewaffneter Zusammenstöße zwischen Kirgisen und Usbeken in den Gebieten Osch und Dschalal-Abad wurden ganze Wohnviertel verbrannt und Läden geplündert. Wie die Nachrichtenagentur AKIpress den Leiter der Gebietsverwaltung Osch, Assan Sulaimanow, zitiert, sind in der Gebietsstadt Osch mindestens 168 Bauobjekte, einschließlich Wohnhäuser, verbrannt worden. Die Zahl der niedergebrannten Häuser könne höher sein, weil die Angaben präzisiert werden, sagte er. Es wird von Überfällen von Pogromhelden und Plünderern berichtet.

    Über einige Kreise der benachbarten Gebiete Osch und Dschalal-Abad ist der Ausnahmezustand und ein Ausgangsverbot von 18.00 Uhr bis 6.00 Uhr morgens verhängt worden.

    Nach UNICEF-Angaben sind mehr als 100 000 kirgisische Bürger geflüchtet, wobei es sich zu 90 Prozent um Kinder, Frauen und ältere Leute handeln soll.

    Wie der Vizechef des kirgisischen Grenzdienstes, Tscholponbek Turusbekow, am Montag mitteilte, hat sich die Situation an der kirgisisch-usbekischen Grenze stabilisiert. Nach seinen Worten sind 7 398 nach Usbekistan geflohene Bürger bereits nach Kirgisien zurückgekehrt.

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