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    Russlands Chef-Drogenfahnder vermutet Drogenmafia hinter Krawallen in Kirgistan

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    Schwere Unruhen in Süden Kirgistans (146)
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    Hinter dem jüngsten Blutbad in Südkirgistan stecken nach Vermutung des Direktors der russischen Drogenbehörde, Viktor Iwanow, Drogenbarone aus der Extremistenbewegung „Usbekistan“.

    MOSKAU, 21. Juni (RIA Novosti). Hinter dem jüngsten Blutbad in Südkirgistan stecken nach Vermutung des Direktors der russischen Drogenbehörde, Viktor Iwanow, Drogenbarone aus der Extremistenbewegung „Usbekistan“.

    "Durch Kirgistan strömen massenhaft Opiate aus Afghanistan“, sagte Iwanow am Montag in Moskau. Die südkirgisischen Regionen Osch, Dschelalabad und Baschkent seien die wichtigsten Routen für den illegalen Drogenverkehr, der von Islamisten kontrolliert werde.

    „Es handelt sich um ein seriöses Extremismuszentrum, das über immense Finanzressourcen und wichtige Beziehungen verfügt und sich sogar politische Ziele wie politische Umstürze setzt.“

    Im südkirgisischen Osch waren am 11. Juni blutige Gefechte zwischen Kirgisen und Usbeken ausgebrochen, die in den Folgetagen auf das benachbarte Gebiet Dschalalabad übergriffen. Osch, das vor den Krawallen mit mehr als 200.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Kirgistans war, brannte bei den Unruhen zu 70 Prozent aus.

    Nach amtlichen Angaben kamen bei den Krawallen 208 Menschen ums Leben. Wie RIA Novosti aus Geheimdienstkreisen eines GUS-Staates erfuhr, beträgt die Zahl der Toten rund 1.800. Übergangsregierungschefin Rosa Otunbajea schätzt die Zahl der Todesopfer auf 2.000. Nach UN-Angaben mussten bis zu 400.000 Menschen ihre Häuser in der Krisenregion verlassen.

    Zwei Monate davor hatte die kirgisische Opposition Präsident Kurmanbek Bakijew gestürzt. Bei dem Putsch waren damals mehr als 80 Menschen getötet worden. Osch gilt als Bakijews ehemalige Hochburg.

     

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