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    Russland befürwortet konsequente Regelung von Zypern-Problem - Außenminister

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    Moskau setzt sich laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow für eine konsequente Regelung der Zypern-Frage ein.

    MOSKAU, 21. Juni (RIA Novosti). Moskau setzt sich laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow für eine konsequente Regelung der Zypern-Frage ein.

    „Wir haben der Diskussion zur zyprischen Regelung viel Zeit gewidmet. Russland setzt sich konsequent für eine dauerhafte, gerechte und lebensfähige Lösung dieser Frage im Rahmen der Resolution des UN-Sicherheitsrates zu Zypern und auf der Grundlage eines freiwilligen Einvernehmens zwischen der griechischen und der türkischen Gemeinde ein“, sagte Lawrow am Montag in Moskau in einer Pressekonferenz nach seinen Verhandlungen mit dem zyprischen Amtskollegen Giorgos Iakovou.

    „Wir werden auch künftig an den internationalen Bemühungen um die Suche nach Wegen zur umfassenden zyprischen Regelung, die beiden Seiten genehm ist, aktiv mitwirken“, sagte der russische Außenminister.

    Russland habe nie versucht, einen aufgezwungenen Termin für die Regelung der Zypern-Frage durchzusetzen, und nie auf der Einhaltung eines solchen Termins, auch nicht durch das Ignorieren der vom UN-Sicherheitsrat festgelegten Hauptprinzipien der Regelung, bestanden und werde dies auch künftig nicht tun, sagte Lawrow.

    „Der Sicherheitsrat hat nicht nur einmal bestätigt, dass eine dauerhafte und umfassende Regelung nur freiwillig sein und auf beiderseitigem Einvernehmen beruhen kann. Und die Weltgemeinschaft, vor allem der Sicherheitsrat und dessen fünf ständige Mitglieder, sollten den Seiten auf jeder Weise zur Einigung verhelfen und keine der Seiten dazu zwingen, von irgendjemandem erdachte Bedingungen anzunehmen“, sagte Lawrow.

    Zypern ist seit 1974 faktisch in eine griechische und eine türkische Gemeinde eingeteilt. Nach dem damaligen Militärputsch in Athen hatte Ankara als Garantiemacht seine Truppen nach Zypern geschickt. Im Gegenzug besetzten die griechisch-zyprischen Truppen alle türkisch-zyprischen Enklaven.

    Die vor zwei Jahren eingeleiteten Verhandlungen zwischen beiden Seiten wurden am 26. Mai 2010, nach zweimonatiger Unterbrechung, wieder aufgenommen.

    Der UN-Sicherheitsrat hat am 15. Juni die Resolution 1930 beschlossen, die das Mandat der UN-Sicherheitskräfte auf Zypern um weitere sechs Monate - bis zum 15. Dezember 2010 verlängert. Die Türkei hat gegen diese Resolution gestimmt.

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