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    Trotz Einreiseverbot: Iran hält seine Atomanlagen für IAEA-Inspektionen weiter offen

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    Obwohl der Iran zwei Inspekteuren der Internationalen Atomenergiebehörde die Einreise verweigert hat, stehen seine Atomanlagen weiter für IAEA-Inspektionen offen.

    MOSKAU, 21. Juni (RIA Novosti). Obwohl der Iran zwei Inspekteuren der Internationalen Atomenergiebehörde die Einreise verweigert hat, stehen seine Atomanlagen weiter für IAEA-Inspektionen offen.

    Das kündigte der iranische IAEA-Botschafter Ali Asghar Soltanieh nach Angaben der Agentur Reuters am Montag an.

    Der Iran hatte am Montag zwei IAEA-Kontrolleuren die Einreise verweigert. Der Chef der iranischen Atombehörde, Ali Akbar Salehi, begründete die Entscheidung mit einem nicht wahrheitsgemäßen Bericht der beiden Inspektoren über das Nuklearprogramm des Landes.

    „Diese beiden dürfen das Land nicht mehr als Inspektoren besuchen. Die anderen Kontrolleure dürfen einreisen“, sagte Soltanieh. Es werde keine Unterbrechung der Inspektionen geben.

    Der Iran ist laut Soltanieh gezwungen, „Wachsamkeit zu üben“ und die Betätigung der Inspekteure zu überprüfen, um die Veröffentlichung vertraulicher Daten zu verhindern.

    Der Iran steht bei der Weltgemeinschaft im Verdacht, unter dem Deckmantel seines Nuklearprogramms Atomwaffen zu entwickeln. Die Regierung in Teheran beteuert den friedlichen Charakter ihrer Atomaktivitäten. Zu Beginn des Jahres kündigte Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad die Produktion von auf 20 Prozent angereichertem Uran für den Forschungsreaktor an. Außerdem will Teheran zehn neue Urananreicherungswerke bauen.

    Der UN-Sicherheitsrat verhängte Anfang Juni neue Sanktionen gegen das iranische Atomprogramm, die unter anderem die finanzielle Kooperation mit iranischen Unternehmen und Banken einengen und das Waffenembargo gegen die Islamische Republik erweitern. Zuvor hatte das Weltgremium bereits fünf Resolutionen mit Sanktionen verabschiedet, um den Iran zum Verzicht auf die Urananreicherung zu bewegen.

     

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