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    Nato-Beitritt Georgiens ohne Anerkennung von Abchasien und Südossetien unmöglich - Rogosin

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    Der Streit um den Status der ehemaligen georgischen Provinzen Abchasien und Südossetien ist laut dem russischen Nato-Botschafter Dmitri Rogosin der größte Hemmschuh für den Beitritt Georgiens zum Nordatlantikpakt.

    MOSKAU, 12. Juli (RIA Novosti). Der Streit um den Status der ehemaligen georgischen Provinzen Abchasien und Südossetien ist laut dem russischen Nato-Botschafter Dmitri Rogosin der größte Hemmschuh für den Beitritt Georgiens zum Nordatlantikpakt.

    Georgien könne nicht in die Nato aufgenommen werden, solange es die Unabhängigkeit von Südossetien und Abchasien nicht anerkenne, sagte Rogosin am Montag in Moskau. „Denn die Nato kann es sich nicht leisten, einen Staat mit unklaren Grenzen einzugliedern.“

    Abchasien und Südossetien hatten sich nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 in Unabhängigkeitskriegen von Georgien gelöst, nachdem Tilfis die Abtrennung mit militärischer Gewalt verhindern wollte. 17 Jahre später wurden die beiden kaukasischen De-facto-Staaten von Russland und dann auch von Nicaragua, Venezuela und dem pazifischen Zwergstaat Nauru diplomatisch anerkannt.

    Der Anerkennung war ein Überfall der georgischen Armee auf Südossetien im August 2008 vorausgegangen, der zahlreiche Zivilisten und Dutzende russische Friedenssoldaten das Leben kostete und nur mit Hilfe der russischen Truppen abgewehrt werden konnte.

    Georgien hatte 2008 den Beitritt zum MAP-Plan beantragt, der als Vorstufe für die Einladung zum Beitritt in das Militärbündnis gilt. Beim Nato-Gipfel im April 2008 in Bukarest wurde der Antrag abgelehnt. Stattdessen bot das Bündnis Georgien und der Ukraine so genannte nationale Jahresprogramme an, die Reformen nach Nato-Standards vorsehen.

     

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