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    Castros TV-Warnung: Krieg gegen Iran löst Kernwaffenkonflikt aus

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    Ein Überfall der USA und Israels auf den Iran würde zwangsläufig einen Kernwaffenkrieg nach sich ziehen. Das betonte Commandante Fidel Castro, der sich am Montag nach einer längeren Pause wieder im nationalen Fernsehen zeigte.

    HAVANNA, 12. Juli (RIA Novosti). Ein Überfall der USA und Israels auf den Iran würde zwangsläufig einen Kernwaffenkrieg nach sich ziehen. Das betonte Commandante Fidel Castro, der sich am Montag nach einer längeren Pause wieder im nationalen Fernsehen zeigte.

    Wie er weiter ausführte, irrt sich Washington, wenn es glaubt, dass das iranische Volk einer möglichen USA-Aggression unbeteiligt zuschauen würde. „Die Iraner bereiten sich seit 30 Jahren vor, sie kaufen Flugzeuge und Waffen aus russischer und chinesischer Produktion“, sagte Castro.

    Alle iranischen Bürger zwischen 12 und 60 Jahren werden für den Krieg trainiert und ausgebildet, das Land verfügt über Luftwaffen, Kriegsmarine und Heer, allein die Wächter der islamischen Revolution zählen eine Million Mitglieder.

    Auf die Situation auf der Halbinsel Korea eingehend, äußerte Castro die Annahme, dass gerade die USA hinter der Zerstörung der südkoreanischen Korvette Cheonan stehen. Der Überfall auf die Cheonan sollte einen Angriff auf Nordkorea rechtfertigen.

    Im Falle eines Überfalls auf den Iran werde Nordkorea nicht abwarten, bis es auch überfallen wird. Als Folge wird ein weiterer Krieg ausbrechen, diesmal in dieser Region, und dies wird ein Kernwaffenkrieg sein, so Castro.

    Die Fernsehsendung „Runder Tisch“, an der er teilnahm, ist das gesellschaftspolitische Hauptprogramm des kubanischen Fernsehens. In der Sendung behandeln Vertreter der Regierung und der Öffentlichkeit, Journalisten und Kunstschaffende die aktuellsten Probleme der Innen- und der Außenpolitik.

    Die neueste Sendung war der Nahostproblematik gewidmet.

    Das „Iran-Problem“ war das Hauptthema des jüngsten Beitrags von Fidel Castro, der in der kubanischen Presse veröffentlicht wurde. Darin verwies er darauf, dass der Konflikt um das iranische Atomprogramm, die Sanktionen des UN-Sicherheitsrates und das Verhalten der USA „einen katastrophalen Kernwaffenkrieg nach sich ziehen könnten“.

    Der 83-jährige Castro war in einen dunkelblauen Sportanzug gekleidet und wirkte vital. Letzte Woche besuchte er bereits das Nationale Forschungszentrum Kubas (CNIC). Die Fotos, auf denen er mit der Leitung des Zentrums spricht und auf dem Gelände der Forschungseinrichtung spazieren geht, wurden in allen Medien Kubas veröffentlicht. Dies war sein erster öffentlicher Auftritt nach dem chirurgischen Eingriff 2006.

    Siehe auch eine Fotoreihe

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