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    Medwedew schwört Diplomaten auf Modernisierungskurs ein - „Iswestija"

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    Präsident Dmitri Medwedew hat sich am vergangenen Montag mit russischen Diplomaten getroffen, schreibt die Zeitung „Iswestija" am Dienstag.

    MOSKAU, 13. Juli (RIA Novosti). Präsident Dmitri Medwedew hat sich am vergangenen Montag mit russischen Diplomaten getroffen, schreibt die Zeitung „Iswestija" am Dienstag.

    Bei dem Treffen am Außenministerium gab Medwedew eine sensationelle Erklärung zum iranischen Atomprogramm ab und erläuterte den außenpolitischen Kurs für die kommenden zwei Jahre, der sich nach seinen Worten angesichts der geplanten Modernisierung etwas geändert hat.

    Im Juli 2008 hatte Medwedew kurz nach seinem Amtsantritt ein neues Konzept der russischen Außenpolitik vorgelegt. Zwei Jahre später sprach Medwedew als Miturheber des neuen Vertrags über Kürzung der strategischen Offensivwaffen und Initiator eines europäischen Sicherheitsvertrags sowie als Twitter-Freund seines amerikanischen Amtskollegen Barack Obama, über die nationalen Interessen in einem anderen Aspekt - auf der Tagesordnung steht jetzt die Modernisierung.

    Medwedew sprach sich für einen Übergang vom rohstofforientierten zum innovativen Wirtschaftsmodell aus und ergänzte, dass nicht nur die Mitarbeiter der Wirtschaftsbehörden, sondern auch die Diplomaten diese Prioritäten kennen sollten. Die Grenze zwischen der Innen- und der Außenpolitik verwische sich zunehmend. Angesichts dessen stellte der Staatschef den Diplomaten zwei Aufgaben: gegen die organisierte Kriminalität zu kämpfen und die Institutionen der Demokratie und der Bürgergesellschaft zu festigen.

    Im Grunde sprach Medwedew über eine neue Qualität der diplomatischen Arbeit. Die Diplomaten sollten nach seinen Worten die intellektuelle Elite und Nichtregierungsorganisationen anderer Länder zu Diskussionen bewegen, offen und pragmatisch arbeiten, dabei aber Konfrontationen und Stereotype vermeiden, die jedem Staat, darunter auch Russland, eigen seien.

    Dem Präsidenten zufolge sollten die russischen Vertretungen im Ausland sich nicht darauf beschränken, nur um die Zahl der nach Moskau geschickten Informationen zu wetteifern. Das wichtigste Ziel sei die Bildung von Modernisierungsbündnissen mit den wichtigsten Partnern (EU und USA).

    Sehr wichtig im Sinne der Modernisierung ist nach Einschätzung Medwedews der Asiatisch-Pazifische Raum. Die Kooperation mit den GUS-Partnern stehe jedoch weiter an erster Stelle, ergänzte er. Der Aufbau von sich einander ergänzenden Innovationsbereichen stehe dabei auf der Tagesordnung.

    Im Zusammenhang mit der Situation in der Welt forderte Medwedew auf, auf „vereinfachte Herangehensweisen" zum iranischen Atomprogramm zu verzichten, und erklärte sensationell, Iran wäre bald in der Lage sein, eigene Atomwaffen entwickeln zu können. Deshalb sollten die Diplomaten geduldig sein und den Dialog mit Teheran wiederaufnehmen.

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