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    US-Regierung verlängert Moratorium auf Tiefseebohrungen

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    Öldesaster im Golf von Mexiko (49)
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    Das US-Innenministerium hat ein neues Moratorium für Tiefseebohrungen nach Rohöl im Golf von Mexiko verhängt. Das Moratorium soll bis zum 30. November gelten.

    WASHINGTON, 13. Juli (RIA Novosti). Das US-Innenministerium hat ein neues Moratorium für Tiefseebohrungen nach Rohöl im Golf von Mexiko verhängt. Das Moratorium soll bis zum 30. November gelten.

    Die Regierung von Barack Obama stoppte die Tiefseebohrungen im Schelf das erste Mal nach dem Unglück auf der von BP betriebenen Öl-Bohrinsel Deepwater Horizon.

    Nach einer starken Explosion und einem darauf folgenden 36-stündigen Brand auf der Bohrinsel im Golf von Mexiko vor der Küste des US-Bundesstaates Louisiana versank die Bohrinsel am 22. April. Elf Menschen kamen dabei ums Leben.

    Der bei dem Unglück ausgelöste Ölaustritt dauert immer noch an und droht der Region mit einer Umweltkatastrophe. Von der Ölpest sind vor allem die US-Bundesstaaten Louisiana, Alabama und Mississippi betroffen.

    US-Innenminister Ken Salazar erklärte in Bezug auf das Moratorium, der Stopp sei dringend notwendig, damit die Öl- und Gaskonzerne bessere Sicherheitsstandards erarbeiten, die das mit der Tiefseebohrung verbundene Risiko mindern und neue Ölaustritte aus Bohrlöchern vermeiden lassen. Die Ölkonzerne sollen bis zum 30. November Zeit haben.

    „Bei meinem Beschluss gehe ich von der ständig zunehmenden Zahl der Angaben über die Unfähigkeit der Industrie aus, Explosionen mit katastrophalen Folgen vorzubeugen, die Ölpest einzudämmen und die Produktionssicherheit zu garantieren“, wird US-Innenminister Salazar in einem Pressebericht zitiert, der auf der Webseite des Ministeriums veröffentlicht wurde.

    Die US-Regierung rechnet darauf, dass bis zum Ablauf des Moratoriums am 30. November effektivere Methoden zur Verhütung eines neuen Ölaustritts aus Tiefsee-Sonden und zur Bekämpfung der Ölpest geschaffen werden sowie die Betreiber der Bohrinseln gründliche Berichte über ihre Vorbereitung auf eventuelle zukünftige Ölaustritte und einen Untersuchungsbericht über die Ursachen der Havarie auf der BP-Bohrinsel Deepwater Horizon vorlegen.

    Das Innenministerium soll seinerseits bis zum Ablauf des Verbotes Vorschriften für die Tätigkeit der Energieunternehmen auf See entwerfen.

    Das Ministerium räumt die Möglichkeit ein, das Moratorium früher aufzuheben, falls der Innenminister zu dem Schluss kommen sollte, dass die weiteren Tiefseebohrungen die Umwelt nicht gefährden werden, heißt es im Pressebericht.

    Der Ölkonzern BP hat im Kampf gegen die Ölpest nach eigenen Angaben bislang zwei Milliarden US-Dollar ausgegeben.

     

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